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Mittwoch, 09. Januar 2019, 10:00 Uhr

CGC Cramer Gesundheits-Consulting GmbH

Neuer Reizdarm-Review

Gastrointestinale Mikroinflammationen als Ursache bei Reizdarm
„Myrrhe-Kombination ist aufgrund der belegten antiphlogistischen Wirkung eine Therapie der Wahl“

Eschborn – Ein aktueller Review[1] bestätigt die neue Sicht auf Ätiologie und Pathogenese des Reizdarmsyndroms (irritable bowel syndrome [IBS]): „Die heute vorliegende Evidenz spricht für eine inflammatorisch-immunologische Ätiopathogenese“, so die Conclusio der Autoren. Ging man lange Zeit von einer rein funktionellen Erkrankung aus, so stehen seit einigen Jahren gastrointestinale Mikroinflammationen als mögliche Ursache bei Reizdarm im Fokus der Wissenschaft. „Mikroinflammationen und Störungen der Darmbarriere gelten inzwischen als gesicherte IBS-Trigger“, erklärt Prof. Dr. med. Ahmed Madisch, Gastroenterologe und Chefarzt am Klinikum Siloah, Hannover. Daher sind für ihn bei entzündlichen Darmerkrankungen auch pflanzliche Arzneimittel indiziert, deren antiphlogistische und Darmbarriere-stabilisierende Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist. „Zahlreiche Untersuchungen deutscher Universitäten und Kliniken haben in den letzten Jahren diese therapierelevanten Wirkmechanismen bei Arzneipflanzen wie der Myrrhe alleine und verstärkt in Kombination mit Kamille und Kaffeekohle belegt“, so Madisch.

Im aktuellen Review zeigen die Autoren anhand mehrerer ineinander verflochtener Mechanismen die Rolle gastrointestinaler Mikroinflammationen in der Ätiopathogenese des Reizdarmsyndroms: So sprechen erniedrigte Konzentrationen anti-inflammatorischer Marker (z.B. Fettsäureamide) im Darm für Entzündungen auf mikroskopischem Level. Des Weiteren können eine erhöhte Mastzelldichte und dessen Aktivität im Darm, die auf eine persistente Entzündungsreaktion bei IBS hindeuten, mit Symptomen einer viszeralen Hypersensivität einhergehen. Bei Patienten, die nach einer Gastroenteritis ein postinfektiöses IBS entwickeln, kann dies zu systemischen Entzündungen und veränderter Mikrobiotavielfalt führen, was wiederum einen Zyklus von chronischen, niedriggradigen subklinischen Entzündungen (Mikroinflammationen) in Gang setzt. Neben diesen gastromukosalen Entzündungen ist wahrscheinlich auch die Neuroinflammation für die Entwicklung eines IBS mit verantwortlich – und zwar über die „Darm-Hirn-Achse“, wo es unter anderem zu veränderten neuroendokrinen Stoffwechselwegen kommt. „All diese verschiedenen Mechanismen lassen auf einen insgesamt proinflammatorischen Phänotyp schließen, mit dem die Symptome des Reizdarmsyndroms erklärt werden könnten“, resümiert Madisch.

Antiphlogistische Wirkung von Myrrhe-Kombination belegt

Die zentrale Rolle gastrointestinaler Mikroinflammationen bei IBS liefert eine weitere Rationale für den Einsatz eines pflanzlichen Kombinationsarzneimittels aus Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle*: Forschungen an der Universität Leipzig und der Ludwig-Maximilians-Universität haben sowohl die antiinflammatorischen und spasmolytischen als auch antiphlogistisch-synergistischen Effekte belegt[2-6]. An der Berliner Charité konnte darüber hinaus die Stabilisierung der Darmbarriere gezeigt werden[7] – was ebenfalls eine gastrointestinale Rationale für den Einsatz des Arzneimittels liefert, denn eine permeable Darmbarriere („Leaky-Gut-Syndrom“) wird als weitere Ursache von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und Reizdarm diskutiert. Diese Grundlagenforschung deutscher Universitäten steht auch im Einklang mit klinischen Studien. So zeigte eine Multi-Center-Beobachtungsstudie an 131 deutschen Arztpraxen[8]: Bei den behandelten Reizdarmpatienten mit Diarrhösymptomatik besserte die Mono-Therapie mit dem Arzneimittel die Gesamtbeschwerden effektiver als andere Therapien. „Die Dreipflanzen-Kombination wird seit mehr als 50 Jahren zur Unterstützung der Magen-Darm-Funktion insbesondere im Rahmen der Therapie von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und IBS eingesetzt – auch die seit Mai 2018 aktualisierte S3-Leitline ´Colitis ulcerosa` empfiehlt die Phytokombination aus Myrrhe, Kamillenblütenextrakt und Kaffeekohle in der remissionserhaltenden Behandlung [9]“, erklärt Madisch.

*MYRRHINIL-INTEST®

Die Quellen erhalten Sie gerne von Uwe Knop unter knop@cgc-pr.com