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Dienstag, 28. November 2006, 14:28 Uhr

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Gemeinsame Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. und der Deutschen AIDS-Stiftung

"Gemeinsam gegen Aids" - Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag

Berlin – "Gemeinsam gegen Aids. Wir übernehmen Verantwortung. Für uns selbst und andere" - so lautet das Motto der Gemeinschaftsaktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. Ziel der Aktion ist es, ein Zeichen zu setzen im Kampf gegen die Ausbreitung von HIV und für das Leben und die Gesundheit der betroffenen Menschen.

Auch in diesem Jahr wird die Aktion von BZgA, DAH und DAS von einem prominenten Botschafterteam unterstützt: Moderatorin Verona Pooth, Rapper Samy Deluxe, Comedian Thomas Hermanns und Schauspieler Benno Fürmann. Mit ihrem Engagement übernehmen sie öffentlich Verantwortung im Kampf gegen HIV und Aids.

"25 Jahre nach der ersten Berichterstattung über Aids hat das Thema nichts von seiner Bedeutung verloren", erklärt Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Das gilt national genauso wie international. Steigende Neuinfektionszahlen auch bei uns zeigen sehr deutlich, dass Aidsprävention nicht nur ein Thema für Afrika und Asien ist. Wir beobachten seit einiger Zeit, dass in Deutschland die öffentliche Wahrnehmung von Aids zurückgeht, dass das Problembewusstsein in der Bevölkerung sinkt und dass deshalb die Ansprache junger Menschen schwieriger wird. Dies muss alle wachrütteln und uns bewusst machen, dass Aidsprävention auch in Zukunft ein zentrales gesellschaftliches und politisches Anliegen in Deutschland bleiben muss. Ich freue mich, dass unsere vier Botschafter ihre gesellschaftliche Verantwortung als Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wahrnehmen. Diejenigen, die sich das ganze Jahr über als Institutionen in der Aufklärung, Prävention, Information, Beratung und in der Hilfe für Menschen mit HIV in schwierigen Lebenslagen engagieren, können gemeinsam im Kampf gegen Aids viel erreichen", so Dr. Pott weiter.

Die Gemeinschaftsaktion von BZgA, DAH und DAS zum diesjährigen Welt-Aids-Tag wird von vielen weiteren Partnern unterstützt: insbesondere dem Fachverband Außenwerbung e.V. (FAW) und dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) sowie den Medien-Agenturen Boomerang und novum, die die Aktion und das Kampagnenmotiv auf mehr als 15.000 kostenlosen Großplakat-Flächen und auf über 3 Millionen Postkarten in ganz Deutschland unübersehbar machen. Wichtige Klammer ist die gemeinsame Internetplattform: http://www.welt-aids-tag.de. Sie stellt vielfältige Unterstützungsangebote für lokale und regionale Initiativen für die von ihnen durchgeführten Aktionen bereit, informiert über die Gemeinschaftsaktion und das Botschafterteam und vermittelt aktuelle Fakten und Hintergründe.

Für Sven Christian Finke vom Bundesvorstand der Deutschen AIDS-Hilfe heißt Verantwortung übernehmen immer auch, "dass diejenigen besonders gestärkt werden müssen, denen ihre Lebensverhältnisse den Schutz vor HIV und Aids erschweren und dass jene in die Pflicht genommen werden müssen, die für diese Lebensverhältnisse Verantwortung tragen. Das gilt zum Beispiel für Flüchtlinge und Asylbewerber mit HIV und Aids, die oft erst in Deutschland erfahren, dass sie infiziert sind. Ihnen bieten die Aidshilfen und ihre Partner Aufklärung, Information, Beratung und Selbsthilfeförderung. Erfolg können wir damit aber nur haben, wenn die Politik ihnen ein menschenwürdiges Leben ohne Angst vor Abschiebung und Diskriminierung ermöglicht und eine angemessene gesundheitliche Versorgung sicherstellt."

Ein besonders wichtiges Ziel der Kampagne ist es, das Thema Aids durch die Botschafter in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. "Die Deutsche AIDS-Stiftung beteiligt sich an der Kampagne, weil sie, wie die von der Stiftung veranstalteten festlichen Operngalas und die TV-Benefizsendungen, maßgeblich dazu beiträgt, dass das Thema HIV/Aids im Bewusstsein der Öffentlichkeit bleibt. Das Engagement der Prominenten macht die Probleme betroffener Menschen und das Thema Aids ‚gesellschaftsfähig’ und wirbt für Solidarität", betont Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung. "Aids wird immer noch stärker tabuisiert als andere Krankheiten. Daher müssen auch künftig öffentlichkeitswirksame Maßnahmen wie die Welt-Aids-Tag-Kampagne gegen Diskriminierung und Stigmatisierung eingesetzt werden", so Heide.

Ausführliche Informationen zum Thema Aids und zur Gemeinschaftsaktion zum Welt-Aids-Tag stehen im Internet unter http://www.welt-aids-tag.de und http://www.gib-aids-keine-chance.de oder http://www.gakc.de.