Schließen

Registrierung

Melden Sie sich noch heute an, um gezielt und effektiv Ihre Nachrichten in der Gesundheitsbranche verbreiten zu können.

Kontoinformationen

Ansprechpartner:in

Adresse

Kontakt

Es wurde eine E-Mail zur Bestätigung an Sie gesendet. Nach der Bestätigung sind Sie erfolgreich registriert.


Gerlach für Verzicht auf Alkohol im Januar – Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin unterstützt die europaweite Kampagne „Dry January“

Pressemitteilung

Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach unterstützt die europaweite Kampagne „Dry January“, bei der im Monat Januar auf Alkohol verzichtet wird. Gerlach betonte am Donnerstag: „Wissenschaftlern zufolge gibt es keine risikofreie Menge an Alkohol. Es ist deshalb wichtig, ein stärkeres Bewusstsein für den eigenen Alkoholkonsum zu entwickeln. Die Kampagne kann dafür ein Anstoß sein.“

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) waren allein in Bayern im Jahr 2024 schätzungsweise rund 275.000 Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren alkoholabhängig. Männer sind im Vergleich zu Frauen deutlich häufiger von einem problematischen Alkoholkonsum betroffen.

Die Idee hinter dem „trockenen Januar“ ist, dem Körper nach den Feierlichkeiten im Dezember wie etwa Silvester eine Ruhepause vom Alkohol zu gönnen. Gerlach verwies auf ein Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Demzufolge können selbst geringe Alkohol-Mengen die Gesundheit gefährden. Das gilt insbesondere in der Schwangerschaft.

Die Ministerin erläuterte: „Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann sich gravierend auf die Gesundheit des Kindes auswirken und unumkehrbare Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Darunter leiden betroffene Kinder häufig ein ganzes Leben lang. Mit unserer Kampagne Schwanger? Null Promille!‘ werben wir bereits seit 2012 dafür, während der Schwangerschaft vollständig auf Alkohol zu verzichten. Wir klären über die Risiken von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft auf und informieren über Beratungs- und Hilfeangebote in Bayern. Die Informationen stehen online auch in Leichter Sprache und in sieben Fremdsprachen zur Verfügung.“

Gerlach ergänzte: „Mit unserem Masterplan Prävention wollen wir die Rahmenbedingungen für ein suchtfreies Aufwachsen und Leben noch weiter verbessern. Dafür treiben wir die Angebote der Alkoholprävention weiter voran. Zudem sensibilisieren wir noch stärker für die Gefahren, die mit dem Konsum von Alkohol einhergehen.“

Die Ministerin unterstrich: „Es ist außerdem zentral, auch gesetzliche Regelungen auf Bundesebene anzugehen – beispielsweise hat sich Bayern für die Abschaffung des begleiteten Trinkens eingesetzt.“ Auf Initiative Bayerns hat der Bundesrat im September 2025 beschlossen, die Bundesregierung zu einer Änderung des Jugendschutzgesetzes zur Abschaffung des begleiteten Trinkens aufzufordern. Bislang ist Jugendlichen im Alter von 14 und 15 Jahren noch das Trinken bestimmter alkoholischer Getränke in Begleitung einer personensorgeberechtigten Person erlaubt.

Die Ministerin fügte hinzu: „In Bayern engagieren wir uns bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Bereichen, um einen risikoarmen Umgang mit Alkohol zu fördern. Ein Beispiel ist das Alkoholpräventionsprogramm ‚HaLT – Hart am LimiT‘, das mit Beratungsangeboten und Workshops für das Thema sensibilisiert. Ein weiteres Beispiel ist die interaktive Alkoholpräventionsausstellung ‚Spass ohne Punkt und Koma‘, die Jugendliche zum Austausch über das Thema anregen soll. Die Ausstellung wird kostenlos an interessierte Einrichtungen verliehen.“

Gerlach ergänzte: „Junge Menschen mit einem auffälligen Konsumverhalten erreichen wir zunehmend auch digital: Mit dem von uns geförderten Projekt ‚Digitale Streetwork im Bereich Sucht – DigiStreet‘ werden Betroffene über Chat-Rooms und Soziale Medien gezielt angesprochen und für weiterführende Hilfeangebote motiviert.“

Weitere Informationen zum Thema „Alkohol – nur verantwortungsvoll“ stehen auf unserer Website zur Verfügung.