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Montag, 29. Januar 2007, 10:14 Uhr

Freie Ärzteschaft e.V.

Freie Ärzteschaft schenkt Abgeordneten Stethoskope

„Gesetz jetzt noch rechtzeitig stoppen“

Erkrath – Die Ärzteorganisation "Freie Ärzteschaft" (FÄ) hat jedem Bundestags-Abgeordneten ein Stethoskop geschenkt: "Wir fordern die Abgeordneten auf, noch einmal intensiv in sich hineinzuhorchen, ob dieses Gesetz nicht schon bei der Geburt schwer krank ist", sagt Martin Grauduszus, Präsident der FÄ. Noch sei es Zeit, eines der schlechtesten Gesetzeswerke der Nachkriegsgeschichte durch eine demokratische Abstimmung ad acta zu legen und den Weg für einen Neuanfang frei zu machen.

Insbesondere das System der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung werde durch die Gesundheitsreform ohne Not zerstört, warnt Grauduszus. An anderen Stellen werde durch schlichte Verbal-Kosmetik nur vorgetäuscht, dass sich etwas ändere. Die Stethoskope sollen die Abgeordneten als symbolische Arbeitshilfe betrachten - die FÄ fordert die Parlamentarier auf:

Horchen Sie mit dem Stethoskop zunächst auf Ihr eigenes Gewissen.

Untersuchen Sie dann, was unsere Patienten - Ihre Wähler - bedrückt (mehr Rationierung, Wartelistenmedizin, staatliche Bevormundungsmedizin).

Hören Sie, wie Ärzte der Basis und Patienten über eine Reform urteilen, die bekanntlich kein einziges der drängenden Probleme der GKV lösen wird (Unterfinanzierung, Demographie-Problem, Fortführung der Budgets unter anderem Namen).

"Uns Ärzte bewahrt das Stethoskop jeden Tag vor Fehldiagnosen und falschen Behandlungen. Möge es Ihnen die gleichen Dienste tun", wünscht Grauduszus den Abgeordneten.

Die Freie Ärzteschaft e.V. ist der derzeit am schnellsten wachsende Verband niedergelassener Ärzte. Er ist Initiator und Motor der Ärzteproteste das Jahres 2006 und fordert ein wirklich zukunftsfähiges neues Gesundheitswesen.

Links: http://www.patientennet.de (Patienten-Selbsthilfe), http://www.freie-aerzteschaft.de (u.a. Foto-Download)