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Donnerstag, 09. Oktober 2008, 13:50 Uhr

Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales

Pressemitteilung

Gesundheitsminister Gerhard Vigener dankt Zahnärzten für vorbildliches Engagement um Zahngesundheit von Kindern

Saarländische Zahnärzte leisten vorbildliche Arbeit bei Zahngesundheit von Kindern - Dank an Hauptversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte - Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) muss novelliert werden. -

Saarbrücken - Bei der Hauptversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte in der Congresshalle in Saarbrücken wies Gesundheitsminister Gerhard Vigener heute besonders auf die Bedeutsamkeit der Zahngesundheit im Kindesalter hin: „Nur wer in jungen Jahren auf die richtige Mund- und Zahnhygiene achtet, bleibt im Alter vor bösen Überraschungen verschont. Es ist wichtig, dass Kinder sich gründlich die Zähne putzen und regelmäßig zu zahnärztlichen Untersuchungen gehen.“

Im Saarland werden seit mehr als 16 Jahren flächendeckend Kinder in Kindergärten, Grund- und Sonderschulen über Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Zähne informiert. Minister Vigener: “Durch langjährige Aufklärungsmaßnahmen über Zahngesundheit und Vorsorgeangebote wie Gruppenprophylaxe in Kindergärten und Schulen ist es in Deutschland gelungen die Zahngesundheit bei Kindern zu verbessern. Das Saarland nahm 2004 in einer bundesweiten Studie zur Zahngesundheit der 6-, 12- und 15-Jährigen sogar Spitzenplätze ein.“

Betrachte man die Kariesmorbidität in den Grundschulen, so bestand im Schuljahr 1998/99 noch bei über 15% der untersuchten Schülerinnen und Schüler ein besonders hohes Kariesrisiko und bei 47,5% Karies an Milch- und bleibenden Zähnen. Im Schuljahr 2005/2006 konnte allerdings nur noch bei 11,9% ein besonders hohes Kariesrisiko und bei 38,8% Karies an Milch- und bleibenden Zähnen festgestellt werden.

Auch die neueste bundesweite Mundgesundheitsstudie (DMS IV, 2006.) belegt eine Verbesserung der Zahngesundheit. Weiste die erste DMS 1989 bei 12-jährigen Kindern noch einen Durchschnittswert von 4,1 Zähnen mit Kariesbefall auf, so konnte dieser Wert 2006 auf 0,7 Zähne reduziert werden. Das bedeutet statistisch betrachtet, dass im Durchschnitt bei 12 jährigen Kindern nur noch 0,7 Zähne kariös, gefüllt oder aufgrund einer Karies bereits verloren gegangen sind.

Zudem äußerte sich Minister Vigener auch zur Novellierung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Vigener: „Die GOZ von 1987 ist unstrittig novellierungsbedürftig, um sie dem heutigen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Kosten- und Einkommensentwicklung anzupassen. Meine Mitarbeiter und ich warten immer noch auf einen Entwurf der Bundesregierung zur GOZ-Novelle, der uns schon mehrfach, letztmalig im Mai 2008 für Juli 2008, angekündigt worden ist. Höchstwahrscheinlich wird sich im nächsten Jahr an den gesetzlichen Rahmenbedingungen nichts mehr ändern, d. h., gehen Sie davon aus, dass es zumindest für das Jahr 2009 noch die Budgetregelung und das Degressionsverfahren geben wird.“

Weitere Themen der 3-tägigen Hauptversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte sind der Gesundheitsfonds, die elektronische Gesundheitskarte und die Frage der Ausweisung von neuen Fachzahnarztgebieten. Außerdem werden die 156 Delegierten über die Auswirkungen der Gesundheitsreform diskutieren.

Hintergrund Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte ist mit rund 19.000 Mitgliedern der größte unabhängige zahnärztliche Berufsverband in Deutschland. Neben seinem Engagement auf berufspolitischer Ebene steht der seit 1955 bestehende Verband seinen Mitgliedern mit Rat und Tat in allen Angelegenheiten rund um die Praxis zur Seite.