Übersicht / Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales / Meldung vom 04.03.2009

Mittwoch, 04. März 2009, 15:12 Uhr

Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales

Pressemitteilung

Gesundheitsminister Gerhard Vigener: Impfschutz im Saarland bundesweit vorbildlich

Saarbrücken – Gesundheitsminister Prof. Dr. Vigener wies anlässlich der morgen beginnenden Impfschutzkonferenz in Mainz darauf hin, dass der Impfschutz saarländischer Jugendlicher gegen Masern. Mumps und Röteln in den vergangenen Jahren zunehmend verbessert werden konnte. Dies ist das Ergebnis zehnjähriger kontinuierlicher Zusammenarbeit zwischen Gesundheitspolitik, Gesundheitsämtern, gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversichern sowie niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten im Saarland.

Durch Impfaufklärung in allen Schulen des Saarlandes in den 6. 7. und 8. Klassen werden Eltern an anstehende Auffrischimpfungen bzw. notwendige Ergänzungen des Impfschutzes erinnert und gebeten, den Impfschutz ihres Kindes bei ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt überprüfen und ergänzen zu lassen. Jahresweise wurden in den 7. und kontinuierlich in den 8. Klassen durch die Gesundheitsämter auch Impfungen in den Schulen, gegen Masern., Mumps, Röteln und Hepatitis B sowie gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung angeboten.

Die Kosten für die Impfstoffe, so Minister Vigener, wurden großenteils von den Krankenkassen übernommen, den übrigen Teil trug das Land.

Bei den Impfterminen in den Schulen wurden auch alle vorgelegten Impfbücher überprüft, unabhängig von einer durchgeführten Impfung und die Eltern konkret auf fehlende Impfungen aufmerksam gemacht. Rückmeldungen aus den Praxen über daraufhin durchgeführte Impfungen trugen zur weiteren Verbesserung des Impfschutzes bei. Das Kultusministerium und die Schulen unterstützten die Impfaktionen.

Das Saarland ist unter den alten Bundesländern das einzige Bundesland, das flächendeckend eine solche jahrelange konzertierte Aktion zur Verbesserung des Impfschutzes Jugendlicher durchführt und kontinuierlich Daten zum Impfschutz Jugendlicher vorlegen kann.

84 % der 8. Klässler sind ausreichend, d.h. zweimal gegen Masern, Mumps und Röteln geschützt, 82 % gegen Hepatitis B. wie eine 10 % repräsentative Stichprobe in den (. Klassen aus den letzten Monaten ergab. Damit sind zwar noch nicht die guten Ergebnisse mancher neuer Bundesländer wie Brandenburg mit 93% Durchimpfung gegen Masern erreicht, aber wir sind auf einem guten Weg und werden uns weiter intensiv um die Verbesserung des Impfschutzes unserer Kinder und Jugendlichen bemühen.

Der saarländische Gesundheitsminister appelliert aber auch an die Eltern, den Schutz vor schweren und Komplikationsreichen Infektionskrankheiten ernst zu nehmen und immer wieder auch beim Arztbesuch den Impfschutz der Kinder rund ihren eigenen überprüfen zu lassen.