Übersicht / Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales / Meldung vom 09.07.2008

Mittwoch, 09. Juli 2008, 14:50 Uhr

Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales

Vorräte sind besonders in Sommermonaten knapp

Gesundheitsminister Prof. Dr. Gerhard Vigener spendet Blut

Saarbrücken – Bei seinem Blutspendetermin am Mittwoch, 09.Juli 2008, ruft Minister Vigener gemeinsam mit Medizinern des Universitätsklinikums Homburg, dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuz sowie der Blutspendezentrale des Saarlandes am Klinikum Saarbrücken die Saarländer dazu auf Blut zu spenden.

„Jeder Tropfen Blut kann helfen, Menschenleben zu retten. Doch die Versorgung von Kranken und Verletzten mit Blut ist vor allem in den Sommermonaten knapp, da viele regelmäßige Spender in den wohlverdienten Urlaub fahren. Dabei kann jeder erwachsene Mensch zwischen 18 und 68 Jahren Blut spenden, sofern körperliche Verfassung und Gesundheit dies zulassen“, so Gesundheitsminister Prof. Dr. Gerhard Vigener, bei seinem Blutspendetermin in der Pestalozzi-Schule in Sulzbach-Neuweiler. Gemeinsam mit Medizinern des Universitätsklinikums Homburg dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuz sowie der Blutspendezentrale des Saarlandes am Klinikum Saarbrücken ruft er die Saarländer dazu auf Blut zu spenden.

In den Adern eines erwachsenen Menschen fließen fünf bis sechs Liter Blut. Jeder Mensch könne einen gewissen Blutverlust ausgleichen und verkraften. Wenn der Körper aber mehr als 1,5 Liter Blut verliere, werden die Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dann seien Bluttransfusionen lebenswichtig. Die kontinuierliche Versorgung mit Blutspenden sei unumgänglich, weil Blutpräparate höchstens fünf Wochen haltbar sind und somit kein Vorrat angelegt werden könne, so Vigener. Obwohl in Deutschland jährlich mehr als vier Millionen Blutkonserven gespendet werden, drohen vor allem in den Sommermonaten immer wieder Versorgungsengpässe. Wie der Gesundheitsminister ausführt, werden aus der Armvene etwa 500 Millliter Blut entnommen. Die Blutentnahme muss durch einen Arzt erfolgen und ist zu dokumentieren. Wer Blut spenden will, sollte bestimmte körperliche Voraussetzungen erfüllen: Blutspender sollten zwischen 18 und 68 Jahre alt sein (Erstspender unter 60 Jahre) und ein Mindestgewicht von 50 Kilogramm haben. Vor der ersten Blutspende wird die Spendetauglichkeit durch einen Arzt beurteilt, außerdem wird das Blut nach der Entnahme untersucht, so dass Blutspender sowohl eine kostenlose ärztliche Untersuchung als auch die Bestimmung der eigenen Blutgruppe und des Rhesusfaktors erhalten. Da der Körper einige Zeit benötigt, um die entnommen Blutmenge zu ersetzen, sollten Frauen erst nach 12 Wochen, Männer nach acht Wochen erneut Blut spenden.

Das Deutsche Rote Kreuz führt seit 1967 Blutspendetermine im Saarland durch. Nach Angaben des DRK-Blutspendedienstes West sind dort im Jahr 2007 38.338 Spendewillige zu den Blutspendeterminen erschienen. Davon haben 35.465 Spender jeweils 500 ml Blut gespendet. Im Vergleich zum Jahr 2006 bedeutet dies eine leichte Steigerung von 498 Personen (=1,3 %) bei den Spendewilligen und 162 (=0,45 %) bei den entnommenen Blutspenden.

Bei den Neuspendern konnten die Zahlen durch intensive Werbe-, Informations- und Aufklärungsmaßnahmen deutlich gesteigert werden. Im Jahr 2006 haben 1.831 Menschen zum ersten Mal Blut gespendet, 2007 stieg die Zahl auf 2.335 Neuspender. Dies entspricht einer Steigerung von 504 Spendern (=27,5%).

Vergleicht man die ersten vier Monate der Jahre 2007 und 2008, so kann man einen weiteren Anstieg in allen Bereichen feststellen: In den ersten vier Monaten 2007 kamen 7.939 Spendewillige zu den Terminen, im gleichen Zeitraum des Jahres 2008 waren es 9.446 Personen. Dies entspricht einer Steigerung von 18,98 Prozent. Die Vollblutspenden dieses Zeitraumes wurden von 7.323 im Jahr 2007 auf 8.785 Spenden (+ 18.8 %) im gleichen Zeitraum 2008 gesteigert. Auch die Anzahl der erschienenen Neuspender konnte in den ersten vier Monaten 2008 noch einmal um 50,1 Prozent (=214 Neuspender) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007 gesteigert werden. Die Anzahl der durchgeführten Blutspendetermine in den vier Monaten stieg von 137 Terminen im Jahr 2007 auf 144 Termine im Jahr 2008.

Die Blutspendetermine werden flächendeckend im ganzen Saarland, überwiegend in den späten Nachmittags- und frühen Abendstunden von der Blutspendezentrale Saar-Pfalz in den Saarbrücker Winterbergkliniken, der Blutspendezentrale in dem Universitätsklinikum Homburg und dem DRK Blutspendedienst West (NRW, RP und SL) mit Firmensitz in Hagen angeboten. Weitere Termine finden in Firmen, Berufsbildenden Schulen, Gymnasien, Fachhochschulen und Universitäten statt.

Weitere Auskünfte sind erhältlich beim Deutschen Roten Kreuz sowie bei den beiden Blutspendezentralen des Saarlandes am Klinikum Saarbrücken und am Universitätsklinikum des Saarlandes.