Übersicht / Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales / Meldung vom 07.05.2009

Donnerstag, 07. Mai 2009, 15:52 Uhr

Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales

Pressemitteilung

Gesundheitsminister Vigener: auf Sonnenschutz achten - Hautkrebsscreening nutzen

Saarbrücken – Auf richtigen Sonnenschutz achten * Hautkrebsscreening nutzen - regelmäßige Kontrolle der Haut wichtig * UV-Strahlung in Solarien kann Haut von Jugendlichen schädigen

„Wer jetzt Sonne auftanken will, muss auch an ausreichenden Sonnenschutz denken. Daran erinnert der saarländische Gesundheitsminister Prof. Dr. Gerhard Vigener. „Sonnenschutz ist wichtig, denn ein Sonnenbrand kann zu Beschädigungen der Haut und im schlimmsten Fall zu Hautkrebs führen. Es drohen dauerhafte gesundheitliche Schäden. Langfristig führen häufiger Sonnenbrand und regelmäßige Sonnenbäder zu vorzeitiger Hautalterung und erhöhen das Risiko für Hautkrebserkrankungen. Besonders gefährdet sind Personen mit heller Haut und mit roten oder blonden Haaren oder Leberflecken (Leber- und Pigmentflecken). Besonders stark ist die Sonne im Schnee, am Strand und im Wasser, da es durch die hellen Flächen zu einer verstärkten Reflexion der Sonnenstrahlen kommt.

Auch in großer Höhe und in südlichen Breitengraden ist die Sonneneinstrahlung deutlich wirkungsvoller als bei uns. Besonders sonnenbrandgefährdet sind die sog. Sonnenplateaus, wie Schultern, Nase und Füße. Die Haut gewöhnt sich an die Sonne, indem sie sich verdickt und das Pigment (Farbstoff) Melanin einlagert, der die Haut gebräunt aussehen lässt. Eine langsame Bräunung ist gleichmäßiger und hält länger. Verantwortlich für Bräunung und Sonnenbrand sind kurzwellige, energiereiche UV-Strahlen. Man unterscheidet UV-A Strahlen, die etwas langwelliger sind und die für die Bräunung, aber auch für Sonnenallergie, Hautalterung und das erhöhte Hautkrebsrisiko verantwortlich sind, und die energiereicheren UV-B-Strahlen, die Hautschädigungen beim Sonnenbrand hervorrufen, so Vigener.

„Es gibt Sonnenschutzmittel, die nur die UV-B-Strahlung herausfiltern. Besonders empfindliche Personen sollten daher sogenannte Breitbandfilter verwenden (UV-A und UV-B).Sonnenschutz und die Nutzung von UV-Prognosen sind die besten Voraussetzungen, um vorzubeugen. Jeder sollte sich über den UV-Index informieren, der die Stärke der UV-Strahlung der Sonne angibt, und seinen Sonnenschutz anpassen. Viele der beliebten sonnigen Urlaubsparadiese liegen näher am Äquator und die Sonneneinstrahlung ist noch intensiver als bei uns. Auf Mallorca ist beispielsweise zur Zeit der UV-Index schon doppelt so hoch wie in Saarbrücken“, so Minister Vigener.

Die Gefahren, die vor allem Kindern durch unvorsichtiges und falsches Sonnen drohen, werden häufig unterschätzt: wer Sonnenhut, T-Shirt, Hose und Sonnenbrille trägt, in der Mittagshitze möglichst Schatten aufsucht und sich mit Sonnenschutzmitteln eincremt, tut viel für den Erhalt seiner Gesundheit. Der sorglose Aufenthalt in der Sonne sollte vermieden werden. Minister Vigener: „möglichst überhaupt keine ausgedehnten Sonnenbäder nehmen und lieber im Schatten "sonnen" und nie in den Mittagsstunden“, lautet der Rat.

Die Dauer des Sonnenbades muss dem Hauttyp und der Region angepasst werden. Jeden Tag darf dann das Sonnenbad etwas länger dauern. Mit Sonnencreme kann die Dauer des Sonnenbades verlängert werden. Hellhäutige Personen sollten z.B. am Anfang nicht länger als ca. 10 Minuten in der Sonne bleiben.

Gesundheitsminister Vigener weist die Saarländer auch auf die Möglichkeit der Teilnahme an der Hautkrebsfrüherkennung hin: seit dem 1. Juli 2008 haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs, das so genannte „Hautkrebs-Screening“. Wenige Monate nach der Einführung haben sich 3 000 Dermatologen und 28 000 Hausärzte für das Screening qualifiziert. Eine Untersuchung ist somit wohnortnah möglich. Deutschland hat mit dem Hautkrebs-Screening weltweit als erstes Land eine flächendeckend organisierte, standardisierte Krebs-Früherkennungsuntersuchung der Haut ein. UV-Strahlung ist maßgeblich für die Auslösung von Hautkrebs verantwortlich. Saarlandweit erkrankt jeder hundertste Bürger im Verlauf seines Lebens an einem bösartigen schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom). Auffallend sei, dass immer mehr jüngere Menschen an Hautkrebs erkranken. Solarien sollten von Erwachsenen daher nur gelegentlich und von Jugendlichen gar nicht genutzt werden.

Weitere wichtige Tipps für den richtigen Sonnenschutz gibt es auch unter http://www.sonne-mit-verstand.de. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) stellt die UV-Indexwerte auf seiner Website zur Verfügung.