Übersicht / Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales / Meldung vom 24.08.2009

Montag, 24. August 2009, 15:39 Uhr

Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales

Insgesamt 217 bestätigte Fälle im Saarland

Gesundheitsminister Vigener: H1N1 Neuerkrankungen leicht rückläufig - nur wenig autochthone Fälle

Saarbrücken – "Im Saarland sind bislang 217 bestätigte Fälle der Neuen Grippe H1N1 aufgetreten. Es handelt sich bei überwiegend um Reiserückkehrer aus der Ferieninsel Mallorca und Spanien. Aktuell sind nur 15 Personen mit dem Virus infiziert. Die Erkrankung verläuft harmlos. Die Zahl der autochthonen Fälle liegt im Saarland bei nur 23 Personen.

"Glücklicherweise haben sich nicht mehr Saarländer im Land angesteckt“, so Gesundheitsminister Prof. Dr. Gerhard Vigener. Die Zahl der Neuinfektionen ist leicht rückläufig. Ob der Trend sich fortsetzt, könne noch nicht beurteilt werden. Auch liege das Saarland mit 10 Prozent deutlich unter dem Bundesschnitt bei den autochthonen Ansteckungen. Bundesweit ist die Zahl der Infizierten auf 14.325 gestiegen.

Das Melde- und Behandlungsmanagement im Land hat sich bestens bewährt: niedergelassene Ärzte, Rettungsdienst, Apotheken, Krankenhäuser, Gesundheitsämter, Ministerium und Universitätsklinikum haben Hand in Hand gearbeitet und für eine schnelle Verdachtsabklärung und Versorgung der Patienten gesorgt. Gemeinsam ist es uns gelungen, den Virus im Land unter Kontrolle zu halten, würdigte Vigener die Arbeit aller Akteure. Auch die Mitarbeiter der Hotline hätten gute Arbeit geleistet und damit zur umfassenden Information der Öffentlichkeit beigetragen.

Wie Gesundheitsminister Vigener erklärte, rechne man damit, dass frühestens ab Mitte Oktober im Saarland mit den Impfungen begonnen werden kann. Die Vorbereitungen hierzu laufen. Gemeinsam mit allen Krankenkassen im Land werde man einen Fonds einrichten, aus dem die Kosten für die Impfung gezahlt werden. Die Impfungen sollen durch niedergelassene Ärzte, aber auch zum Teil durch Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes und Betriebsärzte erfolgen. Die genauen Planungen sind im Gange und noch nicht abgeschlossen. Die Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung und den Krankenkassen verlaufen aber sehr gut und konstruktiv, so Minister Vigener.

Bundesweit soll morgen im Rahmen einer Telefonschaltkonferenz der Gesundheitsminister darüber beraten werden, Impfstoff für 50 Prozent der Bevölkerung in Auftrag zu geben. Mit der Produktion von 30 Prozent, also rund 600.000 Dosen bei einer zweimaligen Impfung im Saarland, sei bereits begonnen worden. Das Saarland erwartet ab Mitte Oktober ca. 25.000 Dosen wöchentlich, die verimpft werden sollen.

Weitere Informationen sind erhältlich unter http://www.rki.de sowie unter http://www.justiz-soziales.saarland.de . Auch die Info-Hotline des Ministeriums ist unter Tel. 0681 501 3694 und 0681 501 3695 während der Dienstzeiten mit Ärzten besetzt.