Übersicht / Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren / Meldung vom 15.04.2011

Freitag, 15. April 2011, 14:02 Uhr

Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren

Ministerin würdigt die guten Ansätze der im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie geförderten fünf Pilotprojekte

Gesundheitsministerin Dr. Monika Stolz: "Maßnahmen zur Prävention müssen im Alltag verankert werden"

Stuttgart – "Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention müssen ihren Platz im Alltag unserer Bürgerinnen und Bürger finden und sich einfach in ihr Lebensumfeld einfügen lassen. Nur dann werden Gesundheitsangebote langfristig und nachhaltig angenommen", kommentiert Gesundheitsministerin Dr. Monika Stolz die Ergebnisse des heutigen (15.4.) zweiten Statuskolloquiums "Neuakzentuierung der Prävention" in Stuttgart.

Auf Einladung des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren wurden fünf Pilotprojekte mit der Fachöffentlichkeit diskutiert und beraten, die seit Mitte 2009 im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg umgesetzt werden. Expertinnen und Experten zu den einzelnen Themenschwerpunkten unterstützten den fachlichen Austausch. „Der Austausch hat gezeigt, dass angewandte Vernetzungsansätze in der Praxis greifen. Auch unter dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit sind unsere Ansätze geeignet, unsere Ziele zu erreichen, die wir uns mit der Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg vorgenommen haben“, freute sich die Ministerin. Dass die Projekte auf dem richtigen Weg sind und innovative Ansätze verfolgen, sei auch daran zu sehen, dass zwei der Projekte für den großen Präventionspreis der Stiftung für gesundheitliche Prävention in Baden-Württemberg nominiert waren. Das Projekt „Aufbau eines Kompetenz-Centers für Gesundheitsmanagement“ in der Region Nordschwarzwald wurde im Setting Betrieb nominiert. Das Projekt „Schulprogramm und Gesundheitssiegel“ im Bodenseekreis erreichte im Setting Kindertagessstätte/Schule den 1. Platz (http://www.praeventionsstiftung-bw.de ).

Die verschiedenen Vernetzungskonzepte mit Modellcharakter zielen darauf ab, dass sich die handelnden Personen vor Ort in den Stadt- und Landkreisen mit ihren Präventionsaktivitäten besser vernetzen und koordinieren. Inhaltlich sind sie in der betrieblichen Gesundheitsförderung, in der kommunalen Suchtprävention und im Bereich Schule und Gesundheit angesiedelt und noch bis Ende 2011 in der praktischen Erprobung. Am Landesgesundheitsamt ist eine Koordinierungsstelle zur Begleitung und Vernetzung der Pilotprojekte, sowie zur Unterstützung des fachlichen Transfers angesiedelt (info@koordinierungsstelle-nhs.de). Die Ergebnisse des evaluierten Gesamtprojektes werden in die Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg einfließen (http://www.gesundheitsforum-bw.de ).

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Vernetzungskonzepte:

Schulprogramm und Gesundheitssiegel im Bodenseekreis Das Projekt fördert die Vernetzung von Trägern der Gesundheitsförderung mit der Lebenswelt Schule. Das Gesundheitsamt Bodenseekreis erstellt mit weiteren Partnern ein Konzept mit Kriterien und Maßnahmen für ein „Gesundheitssiegel“ und führt es in der Lebenswelt Schule ein. Wesentlicher Bestandteil ist die systematische Verzahnung von Projektstrategien mit Institutionen im Bodenseekreis.

PräRIE II - Gesamtkonzept zur Sucht- und Gewaltprävention in Freiburg Gemeinsam mit über 20 Kooperations- und Projektpartnern wurde eine nachhaltige Vernetzungsstruktur, insbesondere zum Thema Alkoholmissbrauch, etabliert. Vielfältigste Projektmaßnahmen wurden dazu durch den Arbeitskreis Suchthilfe Freiburg umgesetzt.

Betriebliche Gesundheitsförderung durch betriebliches Gesundheitsmanagement Der Volkshochschulverband Baden-Württemberg führt mit zwei Modellprojekten aus dem Non-Profit-Bereich ein betriebliches Gesundheitsmanagement gemäß dem vhs-Konzept-ProSalutO durch. Dabei wird Betriebliches Gesundheitsmanagement prozesshaft und partizipativ in Institutionen und Organisationen eingeführt.

Betriebliche Gesundheitsförderung im Netzwerk von Sportvereinen und Klein- und Mittelbetrieben In zwei Regionen wird durch den Württembergischen Landessportbund die Verzahnung von Sportverein und Unternehmen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung modellhaft erprobt und eine Vernetzungsstruktur aufgebaut.

Aufbau eines Kompetenz-Center für Gesundheitsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Region Nordschwarzwald Die Einrichtung eines Kompetenz-Centers fördert die Vernetzung von KMU und Gesundheitsdienstleistern. Das beim Berufsförderungswerk Bad Wildbad angesiedelte Kompetenz-Center ist der Ansprechpartner für die KMU und koordiniert die Angebote der Gesundheitsdienstleister.