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Montag, 30. April 2012, 10:15 Uhr

Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren

Welt-Asthma-Tag am 1. Mai

Gesundheitsministerin Katrin Altpeter: "Allergieauslösende Stoffe kennen und in persönlichem Umfeld vermeiden"

Stuttgart – Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter allergischem Asthma (Asthma bronchiale). Neben medikamentösen Therapien ist die Vermeidung von allergieauslösenden Stoffen der sicherste Weg, um den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen. "Jeder Betroffene sollte daher genau wissen, auf welche Stoffe er allergisch reagiert", erklärte Gesundheitsministerin Katrin Altpeter anlässlich des Welt-Asthma-Tages am 1. Mai. Die Ministerin rief dazu auf, sich gegebenenfalls ärztlich auf allergieauslösende Stoffe testen zu lassen.

In Deutschland sind ca. 20 Prozent der Kinder und 5 Prozent der Erwachsenen von allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma betroffen. Bei Kindern zählt allergisches Asthma bereits heute zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) geht davon aus, dass Allergien und asthmatische Erkrankungen in den Industrienationen in Zukunft weiter stark zunehmen werden. "Asthma ist längst eine Volkskrankheit", konstatierte Altpeter. Asthmakranke seien nicht nur in ihrer Lebensqualität erheblich beeinträchtigt, insbesondere unerwartete Atemnotanfälle könnten für sie lebensbedrohlich sein. Die Politik schütze Betroffene beispielsweise durch Nichtraucherschutzgesetze, so die Gesundheitsministerin.

Beim allergischen Asthma lösen Stoffe aus der Umwelt die Symptome aus. Vorsichtige Schätzungen gehen von über 20.000 allergieauslösenden Substanzen aus. Typische Auslöser sind Pollen, verschiedene Staubarten, die Ausscheidungen von Hausstaubmilben, Schimmelpilzsporen, Tierhaare, chemische Lösungsmittel oder in seltenen Fällen Parfüme und Duftstoffe. Durch den Klimawandel werden allergieauslösende Pollenarten wie Birkenpollen, Beifuß und beifußblättrige Ambrosia in Zukunft verstärkt auftreten. Allergische Beschwerden können dadurch bei veranlagten Personen mittlerweile fast über das ganze Jahr anhalten. Eine genetische Komponente erhöht das Risiko, an Allergien zu erkranken, um bis zu 50 Prozent. Bei der nichtallergischen Variante von Asthma gehören Infektionen oder bestimmte Medikamente zu den Auslösern von Atemnot.