Übersicht / Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren / Meldung vom 07.05.2015

Donnerstag, 07. Mai 2015, 15:05 Uhr

Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren

Tag gegen Schlaganfall: Im Notfall zählt jede Minute

Gesundheitsministerin Katrin Altpeter: „Baden-Württemberg ist bei der Versorgung von Schlaganfall-Patienten bundesweit Vorreiter“

Stuttgart – Im Vorfeld des bundesweiten Tags gegen den Schlaganfall an diesem Sonntag hat Gesundheitsministerin Katrin Altpeter die Bürgerinnen und Bürger im Land dazu aufgerufen, sich über die Symptome eines Schlaganfalls zu informieren, um im Notfall schnell reagieren und ärztliche Hilfe anfordern zu können. „Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute“, so die Ministerin am Donnerstag (7. Mai) in Stuttgart. Die schnelle Einlieferung in ein geeignetes Krankenhaus sei überlebenswichtig. „Obwohl jährlich ca. 40.000 Menschen in Baden-Württemberg einen Schlaganfall erleiden, wissen viele Menschen nicht genug über die Krankheit und erkennen die Symptome erst zu spät. Im schlimmsten Fall ist eine Rettung nicht mehr möglich“, sagte Altpeter. Bereits heute ist ein Schlaganfall nach Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache im Land.

Die Ministerin wies darauf hin, dass die medizinische Versorgung von Schlaganfällen in Baden-Württemberg ausgezeichnet ist. „Im Vergleich mit den anderen Bundesländern sind wir bei der Versorgung von Schlaganfall-Patienten Vorreiter“, sagte Altpeter. Baden-Württemberg setzt auf ein dreistufiges Versorgungsmodell mit insgesamt 51 Schlaganfalleinheiten. Dadurch wird sichergestellt, dass jeder Schlaganfallpatient wohnortnah eine optimale medizinische Versorgung erhält.

31 Lokale Schlaganfallstationen in Baden-Württemberg stellen flächendeckend ein wohnortnahes Behandlungsangebot im Akutfall sicher. Weiter gibt es zwölf Regionale Schlaganfallschwerpunkte (Regionale Stroke Units). Diese unterstützen die Lokalen Schlaganfallstationen beratend und sind darauf vorbereitet, Patienten, die dort nicht ausreichend versorgt werden können, umgehend zu übernehmen. An der Spitze des Versorgungssystems stehen im Land acht Schlaganfallzentren (Überregionale Stroke Units). Sie haben über die Behandlung von Schlaganfallpatienten hinaus die Funktion von Kompetenzzentren, die landesweit an der kontinuierlichen Verbesserung der Schlaganfallversorgung und an der Weiterentwicklung der Therapien arbeiten. Zudem organisieren sie Fortbildungsmaßnahmen für Ärzte, Rettungssanitäter, Pflegekräfte und Laien.

Ergänzende Informationen:

Eine aktuelle Karte aller Schlaganfalleinheiten in Baden-Württemberg finden Sie auf der Homepage des Sozialministeriums unter www.sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/krankenhaeuser/medizinische-fachplanungen/.