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Montag, 25. Juni 2007, 10:31 Uhr

Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt

Deutsche Stiftung Organtransplantation

Gesundheitsministerin Kuppe ehrt Städtisches Klinikum Magdeburg für Engagement bei der Organspende

Magdeburg – Mühlhausen. Gesundheitsministerin Dr. Gerlinde Kuppe hat am Montag das Städtische Klinikum Magdeburg für vorbildliches Engagement in der Organspende ausgezeichnet. "Organspende ist eine Spende für das Leben. Sie nimmt ihren Anfang im Krankenhaus", sagte sie anlässlich der Zertifikatverleihung in der thüringischen Stadt Mühlhausen. Kuppe sagte weiter: "Das Städtische Klinikum Magdeburg zeigt, dass Organspende im Krankenhaus nur gelingen kann, wenn die organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen und die Transplantationsbeauftragten von der Krankenhausleitung unterstützt werden." In Deutschland sei die Nachfrage nach Organen etwa dreimal so groß wie das Angebot. "Darum sind so engagierte Krankenhäuser wie das Klinikum enorm wichtig." In ihrem Grußwort hob Kuppe hervor, dass das seit zehn Jahren geltende Transplantationsgesetz eine gute Basis für den Organspendeprozess in Deutschland bietet. Der Deutsche Bundestag beschloss das Transplantationsgesetz am 25. Juni 1997.

Außer dem Städtischen Klinikum Magdeburg wurden das Unstrut-Hainich Kreiskrankenhaus (Thüringen) und die Paracelsus-Klinik Zwickau für ihr besonderes Engagement bei der Umsetzung der Gemeinschaftsaufgabe Organspende ausgezeichnet. Gesundheitsministerin Dr. Gerlinde Kuppe, Gesundheitsministerin Helma Orosz aus Sachsen und Gesundheitsminister Dr. Klaus Zeh aus Thüringen verliehen diese Urkunden gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation - Region Ost (DSO-Region Ost) im Rahmen einer Festveranstaltung im Unstrut-Hainich Kreiskrankenhaus im thüringischen Mühlhausen.

Die Auszeichnungen werden seit 2005 jedes Jahr an Krankenhäuser aus den drei mitteldeutschen Ländern vergeben, die Organspenden in vorbildlicher Weise vorbereitet und umgesetzt haben. Kriterien für die Würdigung sind die Benennung und Unterstützung der Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitungen, die Fortbildung des Klinikpersonals, das Ausarbeiten von Richtlinien für den Akutfall Organspende und die Umsetzung der Organspende als selbstverständlichen Teil des medizinischen Versorgungsauftrags. Die Auszeichnung erfolgt auf Vorschlag der DSO. Im Jahr 2005 wurden in Sachsen-Anhalt das Städtische Klinikum Dessau und im Vorjahr das Kreiskrankenhaus Bitterfeld-Wolfen geehrt.

Die DSO ist seit Juli 2000 die bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende. Die DSO-Region Ost betreut insgesamt rund 150 Krankenhäuser.

Im Jahr 2006 konnten in Sachsen-Anhalt von 43 Verstorbenen (2005: 37) Organspenden realisiert werden. Dabei konnten 128 Organe (2005: 94) für eine Transplantation entnommen werden. Diese Menschen haben sich entweder zu ihren Lebzeiten selbst bereit erklärt, im Falle eines Hirntodes als Organspender zur Verfügung zu stehen oder die nächsten Anverwandten haben die Entscheidung in der Vermutung, den Willen ihres verstorbenen Angehörigen zu erfüllen, getroffen.

Weitere Informationen: Deutsche Stiftung Organtransplantation Telefon: 06102/3008-396 oder -314 E-Mail: presse@dso.de Internet: www.dso.de