In der Gesundheitsversorgung stehen weitreichende Reformen an. Die SBK zeigt am Beispiel Hauterkrankungen, wie eine gezieltere Versorgung gelingen kann. Eine repräsentative Befragung zeigt: Viele sind offen für neue Versorgungsformen.
München – In der Dermatologie sind die Wartezeiten häufig lang. Je nach Wohnort dauert es einen Monat und länger, bis gesetzlich Versicherte einen Termin in der Hautarztpraxis erhalten. In der Zeit werden Betroffene mit ihrem Anliegen häufig allein gelassen. Genau hier setzen Ersteinschätzungstools an. Sie bieten erste Sicherheit für die Patientinnen und Patienten und sind Einstieg in eine gezielte medizinische Versorgung. In der Dermatologie bieten digitale Tools zur Einschätzung von Hautveränderungen große Potenziale. Eine repräsentative Befragung des Instituts YouGov im Auftrag der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse zeigt: 63 Prozent würden solche Online-Hautchecks nutzen, wenn sie zeitnah keinen Termin in der Hautarztpraxis erhalten.
Knapp ein Drittel der Befragten kennt die Möglichkeit, Online-Hautchecks zu nutzen. Von den Befragten, die die Angebote kennen, haben 38 Prozent schon mal einen Online-Hautcheck genutzt. Die SBK bietet ihren Versicherten bereits seit Sommer 2025 einen digitalen Hautcheck an. Christina Bernards, Leiterin für innovative Versorgungsangebote bei der SBK, betont: „Unser Online-Hautcheck wird sehr gut angenommen. Die Versicherten schätzen vor allem, dass sie nach der fachärztlichen Rückmeldung wissen, wie es weitergeht. Sie erhalten Sicherheit, ob ein Arztbesuch nötig ist. Alternativ bekommen sie direkt ein E-Rezept oder Tipps, wie sie ihr Hautproblem zu Hause lindern können.“
Ersteinschätzung ist Einstieg in eine gezielte Behandlung
Die Ergebnisse der Ersteinschätzung bieten eine Basis für den Einstieg in eine gezielte Behandlung. Deshalb ist sie ein wichtiger Pfeiler in den Reformplänen des Bundesgesundheitsministeriums. Dabei ist diese Idee in Europa nicht neu. In anderen europäischen Ländern wie beispielsweise in Finnland ist eine Ersteinschätzung vor dem Arztbesuch für die Menschen selbstverständlich.
An die Ersteinschätzung muss sich also ein klarer Behandlungsweg anschließen. Er stellt sicher, die Patient*innen gut zu versorgen und gleichzeitig die Kapazitäten in den Praxen effizient zu nutzen. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht einen idealtypischen Pfad am Beispiel Hauterkrankung:

Was ist ein Behandlungsweg?
Unter einem Behandlungsweg versteht man den Weg der Patientinnen und Patienten durch das Gesundheitswesen – vom Auftreten seines gesundheitlichen Problems über die Ersteinschätzung bis hin zur Behandlung und Nachsorge. Jede Station des Weges wird begleitet von konkreten Angeboten zur Orientierung, Beratung oder Versorgung. Dabei sollten sich analoge und digitale Versorgungsformen, wie Videosprechstunden oder Digitale Gesundheitsanwendungen ergänzen. Im Rahmen des Behandlungswegs arbeiten Ärztinnen und Ärzte, Krankenkassen, Apotheken sowie weiteres Fachpersonal gemeinsam an der gezielten Versorgung.
Tiefergehende Hintergrundinformationen zu Versorgungspfaden in der Dermatologie und ihren Erfolgsfaktoren finden Sie hier.
Gerne stehen wir für Gespräche zur Verfügung.
Methodischer Hinweis zur Befragung: Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut YouGov im Zeitraum vom 04. bis 06. März 2026 im Auftrag der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse durchgeführt. Befragt wurden 2.074 Personen ab 18 Jahren. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland.
Das Primärversorgungssystem – einfach besser versorgt
Lange Wartezeiten und Orientierungslosigkeit erschweren vielen Versicherten den Zugang zur passenden medizinischen Versorgung. Ein starkes Primärversorgungssystem ändert das: Es zeigt den Weg, sorgt für klare Abläufe und stellt sicher, dass Versicherte genau die Hilfe erhalten, die sie brauchen – schnell, einfach und zuverlässig. Dabei begleitet die Kasse sie als verlässlicher Partner durch das gesamte System.
So funktioniert es konkret:
• Zugang erleichtern durch gezielte Ersteinschätzung
• Termine vergeben nach medizinischer Dringlichkeit, damit Hilfe rechtzeitig ankommt
• Fachkräfte koordinieren, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten
• Digitale Angebote nahtlos in die Versorgung einbinden
Die hier zur Verfügung gestellten Inhalte dürfen, unter Angabe der Quelle SBK Siemens-Betriebskrankenkasse, veröffentlicht werden.
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Über die SBK
Die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse ist die größte Betriebskrankenkasse Deutschlands und gehört zu den 20 größten gesetzlichen Krankenkassen. Als geöffnete, bundesweit tätige Krankenkasse versichert sie mehr als eine Million Menschen und betreut über 100.000 Firmenkunden in Deutschland – mit rund 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 86 Geschäftsstellen.
Seit über 100 Jahren setzt sich die SBK persönlich und engagiert für die Interessen der Versicherten ein. Sie positioniert sich als Vorreiterin für einen echten Qualitätswettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung. Voraussetzung dafür ist aus Sicht der SBK mehr Transparenz für die Versicherten – über relevante Finanzkennzahlen, aber auch über Leistungsbereitschaft, Beratung und Dienstleistungsqualität von Krankenkassen. Im Sinne der Versicherten vereint die SBK darüber hinaus das Beste aus persönlicher und digitaler Welt und treibt die Digitalisierung im Gesundheitswesen aktiv voran.