Übersicht / Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN / Meldung vom 17.01.2007

Mittwoch, 17. Januar 2007, 13:58 Uhr

Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Grüne fordern Maßnahmen gegen gefährliche Toner-Stäube bei Laserdruckern

Berlin – Zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der grünen Bundestagsfraktion erklärt Sylvia Kotting-Uhl, umweltpolitische Sprecherin:

Wir fordern die Bundesregierung auf, so schnell wie möglich Maßnahmen gegen gesundheitsgefährdende Toner-Emissionen aus Laserdruckern zu ergreifen. Insbesondere sollten die Hersteller verpflichtet werden, die Laserdrucker mit Filtern gegen Feinstaubemissionen auszustatten und besonders gesundheitsschädliche Substanzen aus den Tonermischungen zu entfernen.

Die Bundesregierung hat in einer 19-seitigen Antwort auf unsere Kleine Anfrage über mögliche Gesundheitsgefahren von Emissionen aus Laserdruckern jetzt zugestanden, dass aus den Geräten belastende Feinstaub- und Schadstoffemissionen festzustellen sind, über deren genaue Wirkung noch immer keine ausreichenden Informationen vorliegen.

In der Frage der gesundheitlichen Auswirkung von Tonerstäuben besteht weiterhin dringender Forschungsbedarf. Nach den jetzt vorgelegten Ausführungen der Bundesregierung ist aber nicht mehr zu bestreiten, dass manche Emissionen der Geräte gesundheitsschädlich sind. Voraussichtlich in der nächsten Woche werden Ergebnisse einer Studie der Uni Gießen zur Tonerstaub-Belastung veröffentlicht, die das weiter bestätigen werden. An dieser Untersuchung hatte sich auch das Bundestagsbüro von Sylvia Kotting-Uhl beteiligt.

Angesichts von mehreren Millionen Laserdruckern in Deutschland müssen nach unserer Auffassung jetzt Konsequenzen gezogen werden. Es sei nicht einzusehen, dass zur Verfügung stehende Filtertechniken nicht obligatorisch in die Drucker eingebaut werden. Auch dass einige Hersteller hochgiftige Substanzen wie Organozinnverbindungen oder krebserregendes Benzol und Toluol in ihren Tonern verwenden, ist mit technischen Sachzwängen nicht zu begründen. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Beimischung solcher Stoffe zu unterbinden.

Die erwähnte Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage zum Thema Tonerstäube kann über das Büro der umweltpolitischen Sprecherin unter der Telefonnummer 030-227 747 42 bezogen werden.