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GWKnews: 15. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS fordert Integration der Pflegefinanzierung in das Fallpauschalensystem

15. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS AM 17. – 18. SEPTEMBER 2019 IN HAMBURG

Hamburg – „Das Patientenwohl, die Pflege- und Servicequalität und das Innovationsvermögen, auch gerade für Investitionen, müssen künftig im DRG-System berücksichtigt werden.“ Mit dieser zentralen Forderung ist heute (18.09.) der 15. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS in Hamburg zu Ende gegangen. Das zentrale Branchentreffen verzeichnete mit über 850 Teilnehmern aus ganz Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland erneut eine Rekordbeteiligung. In über 40 Einzelveranstaltungen mit mehr als 220 Referenten und Moderatoren standen alle aktuellen und künftigen Themen auf der Agenda.

Heiß diskutiert wurde angesichts der aktuellen gesundheitspolitischen Debatte in diesem Jahr die Zukunft der Finanzierung vor dem Hintergrund der Umbrüche in den Gesundheitsunternehmen. Der Kongresspräsident Professor Heinz Lohmann dazu wörtlich: „Vieles von dem, was heute möglich ist, haben wir vor einigen Jahren, einiges sogar erst vor wenigen Monaten, noch für völlig ausgeschlossen oder doch wenigstens für äußerst unwahrscheinlich gehalten.“ Die Dynamik der Veränderungen verunsichere nicht wenige Menschen, ja, sie mache vielen sogar Angst. Die Politik, aber ebenso Vertreter der Berufsgruppen zeigten sich beunruhigt. Insbesondere die Probleme der Pflege seien inzwischen in aller Munde. Allerdings sei die aktuelle Sofortmaßnahme, die Pflege aus der geltenden Leistungsorientierung der Krankenhausfinanzierung herauszulösen und für sie die Selbstkostendeckung wieder anzuwenden, nicht sachgerecht.

„Ich bin alt genug, um aus persönlichem Erleben zu wissen, dass sich das heute so hoch gelobte Selbstkostendeckungsprinzip schon wenige Jahre nach der Einführung 1972 als fehlsteuernd erwiesen hat“, so Lohmann wörtlich. Deshalb hätte die Politik damals mit einer nicht abreißen wollenden Folge von Spargesetzen versucht, den Fehlanreizen entgegenzusteuern. Daher gehe auch der von einigen Ärzten und ihren Verbänden jüngst in der Illustrierten „Stern“ so effektvoll vorgetragene Vorwurf, das leistungsbezogene Entgeltsystem sei für die ihrer Meinung nach fortschreitende Ökonomisierung verantwortlich, vollständig an der Realität vorbei. In den 1980er und 90er Jahren, weit vor Einführung des DRG-Systems, wären die ökonomischen Eingriffe viel ausgeprägter gewesen. Prof. Lohmann abschließend: „Das Fallpauschalensystem muss als patientenzentrierte Krankenhausfinanzierung mit klarem Qualitätsbezug unter Integration der Pflegeleistungen gestaltet und auf die ambulante Patientenbehandlung ausgeweitet werden.“

Die beiden Kongresspräsidenten, Prof. Heinz Lohmann und Senator a. D. Ulf Fink, kündigten den16. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS wiederum in Hamburg für den 22. und 23. September 2020 an.

Aktuelle Informationen zum Kongress unter: www.gesundheitswirtschaftskongress.de.