Übersicht / Apothekerkammer Hamburg / Meldung vom 19.02.2009

Donnerstag, 19. Februar 2009, 13:40 Uhr

Apothekerkammer Hamburg

PRESSEMITTEILUNG

Hamburger Apotheker: Gesunde Ernährung muss gelebt werden

Hamburg – In Ernährungsfragen macht den Hamburgern niemand etwas vor: In keinem anderen Bundesland wissen die Menschen so viel über gesundes Essen wie in der Hansestadt. Dies geht aus einer Untersuchung von „Weight Watchers” unter Beteiligung der Universitäten Göttingen und Paderborn hervor. Auch im Städtevergleich landete Hamburg bei der Befragung unter 100.000 Internetnutzern mit Rang zehn auf einem der vordersten Plätze.

„Es ist erfreulich, dass sich die Hamburger überdurchschnittlich gut mit gesunder Ernährung auskennen. Nun gilt es, das Wissen auch in der Praxis umzusetzen”, sagt Rainer Töbing, Präsident der Apothekerkammer Hamburg. In einer Umfrage der Hamburger Apotheken unter 2000 Verbraucherinnen und Verbrauchern hatte knapp ein Drittel der Teilnehmer angeben, „zu selten” auf eine gesunde Ernährung zu achten.

Die Hamburger sind sich der Bedeutung einer gesunden Ernährung für die eigene Gesundheit durchaus bewusst: 98 Prozent hatten sie in der Apothekenumfrage als wichtig beziehungsweise sehr wichtig beurteilt. „Eine unausgewogene Ernährung kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs erhöhen”, sagt Dr. Jörn Graue, Vorsitzender des Hamburger Apothekervereins.

Die Gründe, sich trotz des Wissens um die Gefahren ungesund zu ernähren, sind vielfältig. In der Hamburger Umfrage wurden vor allem „zu wenig Zeit” und „zu wenig Geld” angeben. „Am schwersten ist es in der Regel, die jahrelang antrainierten Essgewohnheiten zu ändern”, sagt Töbing. Um nicht rückfällig zu werden, sei es deshalb ratsam, nicht alle „Sünden” auf einmal zu streichen. „Süßigkeiten und Alkohol sollte nur in Maßen genossen werden, aber ab und zu dürfen sie schon mal auf dem Speiseplan stehen”, sagt Töbing.

Viel gefährlicher als die offensichtlichen Laster sind jedoch Lebensmittel, die den Verbraucher durch werbliche Aussagen wie „Balance” oder „Wellness” in die Irre führen. „Insbesondere Joghurts, die mit einem besonders geringen Fettgehalt angepriesen werden, enthalten häufig sehr viel Zucker und können damit leicht zur Kalorienfalle werden”, sagt Graue. Auch die Aufschrift „Diät” lässt nicht zwangsläufig auf einen geringeren Energiegehalt schließen. Hamburgs Apotheker raten deshalb, beim Lebensmittelkauf stets auf die Nährwertangaben der Produkte zu achten.

Ansprechpartner: Dr. Reinhard Hanpft, Tel. 040 - 44 80 48-30

Hinweise an die Redaktion: Die Apothekerkammer Hamburg ist die Berufsorganisation aller Apotheker in der Freien und Hansestadt Hamburg. Der Hamburger Apothekerverein e.V. ist der Verband der selbstständigen Apothekenleiter in Hamburg.