Übersicht / Bundesärztekammer / Meldung vom 23.03.2007

Freitag, 23. März 2007, 08:42 Uhr

Bundesärztekammer

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"Handeln Sie endlich, Herr Minister!" - Hoppe: Bundesarbeitsminister Müntefering muss Rauchverbot in Gaststätten durchsetzen

Berlin – "Die Länder haben versagt. Es ist einfach nur ignorant, trotz der Gesundheitsgefahren des Passivrauchens nach immer neuen Ausnahmeregelungen zu fahnden, um uneinsichtige Raucher und Gastwirte zufrieden zu stellen. Wenn es um den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz geht, darf es keine Scheinlösungen geben", kommentierte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe die Ergebnisse der Beratungen der Ministerpräsidenten über ein Rauchverbot in Gaststätten.

"Tabakrauch in Restaurants und Kneipen ist nicht nur ein Geruchsproblem, sondern hochgradig gesundheitsschädlich - für Gäste und Angestellte gleichermaßen. Wir brauchen deshalb glasklare Regelungen für ein Rauchverbot und keine windelweichen Kompromisse zu Lasten der Gesundheit von über einer Million Beschäftigten in der Gastronomie", sagte Hoppe. Alle freiwilligen Regelungen seien gescheitert. Nachdem nun auch die Länder keine einheitliche Lösung zustande gebracht hätten, sei es Aufgabe der Bundesregierung, das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz in ganz Deutschland durchzusetzen.

"Bundesarbeitsminister Müntefering darf sich nicht länger vor seiner Verantwortung drücken. Er ist zuständig für den Gesundheitsschutz aller Arbeitnehmer in Deutschland. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gastronomie haben das Recht, vor den krebserregenden Schadstoffen des Tabakrauchs geschützt zu sein. Deshalb muss die Ausnahmeregelung für Gaststätten in der Arbeitsstättenverordnung gestrichen werden. Die Fakten liegen auf dem Tisch: Handeln Sie endlich, Herr Minister!"