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Mittwoch, 02. Januar 2008, 10:56 Uhr

GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

Zum 1.1. 2008 hat sich das GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit umbenannt in

Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

Neuherberg – Der neue Name festigt die Position des Zentrums als das Deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt und macht seine Zugehörigkeit zur Helmholtz-Gemeinschaft deutlich. "Mit unserem neuen Namen kommt die strategische Weiterentwicklung unseres Zentrums zum Ausdruck", so der Wissenschaftlich-Technische Geschäftsführer Prof. Dr. Günther Wess am Neujahrstag anlässlich der Bekanntgabe der Umbenennung. "Wir werden zukünftig verstärkt Erkrankungen erforschen, deren Entstehung und Verlauf maßgeblich von Umweltfaktoren beeinflusst werden und neue Wege für Prävention und Therapie entwickeln", so Wess. Diese Kombination der Gesundheits- mit der Umweltforschung und die Fokussierung auf Wechselwirkungen zwischen Umwelteinflüssen und der menschlichen Gesundheit sind einzigartig.

"Die Umbenennung zu einem Helmholtz-Zentrum ist ein wichtiger Schritt, um Bekanntheit und Image der größten deutschen Forschungsorganisation zu steigern und ihre Zentren besser im Wettbewerb um die besten Köpfe und um Fördermittel zu positionieren", sagte Dr. Anette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung. "Ich freue mich, dass die Marke Helmholtz weiter mit Leben erfüllt wird und wir so den Menschen deutlich machen, was für eine starke Gemeinschaft hinter den Ergebnissen der Forschung steht", so die Ministerin.

Als das Deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt erforscht das Helmholtz Zentrum München komplexe Erkrankungen an der Schnittstelle von Gesundheit und Umwelt. Durch ein umfassendes Verständnis von Erkrankungsmechanismen soll mit innovativen Diagnose- und Therapieverfahren ein wesentlicher Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft der Gesellschaft geleistet werden. Im Mittelpunkt stehen chronische, degenerative Krankheiten wie Lungenerkrankungen, Allergien, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die in erheblichem Maße durch persönliche Risikofaktoren, Lebensstil und Umweltbedingungen beeinflusst werden.

Der neue Name verdeutlicht die Zugehörigkeit des Zentrums zur Helmholtz-Gemeinschaft. "Je mehr Zentren diesen Schritt machen, desto stärker strahlen die Erfolge eines Zentrums auf alle anderen Mitglieder der Gemeinschaft aus," sagte Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

Das Helmholtz Zentrum München ist das Deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Das Zentrum ist in derzeit 25 selbständige Institute und Abteilungen gegliedert und hat cirka 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Helmholtz Zentrums München liegt im Norden Münchens auf einem 50 Hektar großen Forschungscampus. Mehrere Institute sind in unmittelbarer Nähe zum Klinikum am Life Science-Standort München-Großhadern angesiedelt. Daneben unterhält das Zentrum Klinische Kooperationsgruppen gemeinsam mit den Münchner Universitäten.

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 15 Forschungszentren, 26.500 Beschäftigten und einem Jahresbudget von mehr als 2,2 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Herrmann von Helmholtz, 1821-1894, war einer der letzten großen Universalgelehrten. Das Forschungsgebiet, das er bearbeitete, reichte von der Medizin über Physik und Mathematik bis zu Psychologie, Musik und Philosophie. Seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten und Entwicklungen verknüpften Theorie, Experiment und praktische Anwendung. Die Medizin verdankt ihm zukunftsweisende Erkenntnisse der physiologischen Optik und Akustik. Schließlich widmete sich Helmholtz auch der Philosophie. Er behandelte in seinen Schriften eingehend die erkenntnistheoretischen Konsequenzen naturwissenschaftlicher Forschung.

Vorankündigung: Am 28. Februar 2008 findet der offizielle Festakt zu unserer Umbenennung statt, an dem auch Ministerpräsident Günther Beckstein sowie der Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung als Ehrengäste erwartet werden.