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Freitag, 16. Februar 2007, 13:13 Uhr

Freie Ärzteschaft e.V.

FÄ startet Blitzaktion

„Herr Bundespräsident, stoppen Sie diese Chaos-Reform!“

Erkrath – Die Freie Ärzteschaft startet eine Schneeball-Blitz-Aktion im Internet und den deutschen Arztpraxen: "Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Bürger den Bundespräsidenten bitten, dieses zusammengestümperte Gesetz nicht zu unterschreiben", sagt Martin Grauduszus, Präsident der "Freien Ärzteschaft" (FÄ). Viele Umfragen hätten gezeigt, dass die überwiegende Mehrzahl der Bürger die Reform nicht wolle - und überdies seien mehrere Punkte in dem Gesetz mit hoher Wahrscheinlichkeit verfassungswidrig.

"Die Hoffnung auf Köhler ist nicht unbegründet", sagt Grauduszus. Immerhin habe Köhler bereits zwei Gesetze nicht unterschrieben und damit gezeigt, dass er ihm vorgelegte Gesetze durchaus kritisch prüfe. "Diese Reform streicht Leistungen und lässt gleichzeitig die Beiträge steigen - das allein ist schon ein einmaliges Kunststück", kritisiert Grauduszus.

"Die Reform ist ein Tiefpunkt des bundesrepublikanischen Parlamentarismus ... wir setzen daher unsere letzte Hoffnung in Sie", heißt es in dem offenen Brief zur Kampagne. Auch Patientenverbände und die Zeitschrift "durchblick gesundheit" werden diese Aktion unterstützen. Ziel der Schneeballaktion ist es, durch Weitergabe des offenen Briefs diesen in möglichst jede Mailbox des Landes zu bekommen.

Die FÄ und ihre Unterstützer haben heute eine Email-Kette gestartet. Wer sich gegen die Reform ausspricht und den Bundespräsidenten bitten will, dieses Gesetz nicht zu unterschreiben, kann dies online unter http://www.durchblick-gesundheit.de tun. Hier lässt sich auch abrufen, wie viele Unterstützer die Aktion bereits gefunden hat. Außerdem liegen in tausenden von Arztpraxen ab Montag Unterschriftenlisten aus. Den offenen Brief finden Sie auch unter http://www.freie-aerzteschaft.de.

Die Freie Ärzteschaft e.V. ist der derzeit am schnellsten wachsende Verband niedergelassener Ärzte. Er ist Initiator und Motor der Ärzteproteste das Jahres 2006 und fordert ein wirklich zukunftsfähiges neues Gesundheitswesen.