Übersicht / Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege / Meldung vom 04.10.2019

Freitag, 04. Oktober 2019, 13:49 Uhr

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Presse­mitteilung

Huml: Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung in Bayern kommt gut voran – Bayerns Gesundheitsministerin zum Start der Bayerischen Hospiz- und Palliativwoche am 7. Oktober

München – Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml treibt den Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung in Bayern weiter voran. Huml betonte am Donnerstag im Vorfeld des Starts der Bayerischen Hospiz- und Palliativwoche am 7. Oktober: "Es ist wichtig, die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen weiter zu verbessern. Deshalb fördern wir die Schaffung qualitativ hochwertiger Versorgungsangebote, um die Menschen möglichst wohnortnah zu betreuen – also dort, wo sie leben."

Schon jetzt nimmt Bayern im bundesweiten Vergleich eine Vorreiterrolle in der Hospiz- und Palliativversorgung ein. So ist eine Erhöhung von aktuell 215 auf 280 stationärei Hospizplätze vorgesehen. Allein in den nächsten drei Jahren sollen mindestens 40 weitere stationärei Hospizplätze entstehen.

In Bernau befindet sich ein stationäres Hospiz mit zehn Plätzen bereits im Bau. Ein Hospiz in Kempten wird im Rahmen eines Neubaus derzeit um vier Plätze von acht auf zwölf erweitert. Zudem wird das Kinder- und Jugendhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach um einen Neubau mit Therapie-, Werk- und Mehrzweckräumen erweitert. In Bamberg wird ein weiteres Kinder- und Jugendhospiz-Zentrum mit insgesamt zwölf stationären und vier teilstationären Plätzen zur Abdeckung des Bedarfs im nordbayerischen Raum entstehen.

Bei der Palliativversorgung soll im stationären Bereich die Zahl der Palliativbetten weiter steigen. Aktuell befinden sich 24 neue Palliativbetten an neun Standorten in Planung. Auch die palliativmedizinischen Dienste an der Krankenhäusern sollen weiter ausgebaut werden, um schwerstkranken Menschen eine hochwertige palliative Versorgung ermöglichen zu können.

Huml fügte hinzu: "Die Versorgung und Begleitung schwerstkranker Menschen ist gelebte Mitmenschlichkeit. Die Menschen sollen wissen, dass sie am Ende ihres Lebens nicht allein gelassen werden. Mit dem Ausbau der Angebote stellen wir in allen Regionen in Bayern eine umfassende und qualitativ hochwertige hospizliche und palliative Versorgung zur Verfügung."

Die Ministerin unterstrich: "Die hospizliche und palliative Versorgung ist mir ein Herzensanliegen. Wer das Ende des Lebens vor Augen hat, braucht eine einfühlsame, aber auch medizinisch hochwertige Versorgung – am besten vor Ort. Deswegen ist mir der flächendeckende Ausbau der Strukturen in den Städten und ländlichen Regionen sehr wichtig."

Im März dieses Jahres hatte das Bayerische Kabinett den weiteren Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung im Freistaat beschlossen. So werden mit der bayerischen "Zukunftsstrategie zur Hospiz- und Palliativversorgung" wohnortnahe Versorgungsstrukturen mit neuen und innovativen Angeboten ausgebaut. Um die Strategie umzusetzen, hat das bayerische Gesundheitsministerium den "Expertenkreis Hospiz- und Palliativversorgung" eingerichtet. Dem dauerhaften Gremium gehören alle Akteure der Hospiz- und Palliativversorgung auf Ebene der (Landes-)Verbände bzw. Organisationen und Vereinigungen an.

Ministerin Huml nimmt anlässlich der Bayerischen Hospiz- und Palliativwoche ab 7. Oktober diverse Termine wahr. So besucht die Ministerin das stationäre Hospiz Erlangen, das mit zehn Plätzen schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Familien sorgsam begleitet und das als eines der ersten stationären Hospize in Bayern eröffnet wurde am

Montag, 7. Oktober 2019, 10:00 Uhr,
Hospiz in der Diakonie am Ohmplatz 25,
Am Röthelheim 2 a, 91052 Erlangen.

Im Anschluss besichtigt Ministerin Huml das teilstationäre Tageshospiz Nürnberg-Mögeldorf, das sechs Plätze vorhält und vom StMGP mit 60.000 Euro gefördert werden soll am

Montag, 7. Oktober 2019, 12:00 Uhr,
Teilstationäres Tages-Hospiz Mathilden-Haus,
Ziegenstraße 30, 90482 Nürnberg.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Bayerischen Stiftung Hospiz (BSH) veranstaltet Ministerin Huml am Dienstag, 8. Oktober, einen Staatsempfang in München. An diesem Abend verleiht Huml auch den Bayerischen Hospizpreis der Bayerischen Stiftung Hospiz. Der Preis zeichnet herausragendes Engagement von ehrenamtlich Tätigen sowie besondere Projekte in der Hospizbewegung aus.

Der Staatsempfang und die feierliche Preisverleihung finden statt am

Dienstag, 8. Oktober 2019, 18:00 Uhr,
Residenz München, Max-Joseph-Saal
Residenzstraße 1, 80333 München.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung telefonisch oder per E-Mail wird gebeten.