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Freitag, 08. März 2019, 10:34 Uhr

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Pressemitteilung

Huml: Immer mehr Ärztinnen in Bayern – Gesundheitsministerin zum Weltfrauentag: Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss auch im Gesundheitsbereich weiter verbessert werden

München – In Bayern gibt es immer mehr Ärztinnen. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Donnerstag anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März hingewiesen. Huml forderte zugleich: "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss auch im Gesundheitsbereich weiter verbessert werden."

Konkret waren im Jahr 2018 in Bayern nach Angaben der Bayerischen Landesärztekammer 39.180 Ärztinnen gemeldet. Das waren knapp 1.300 mehr als im Vorjahr. Gegenüber dem Jahr 2000 gab es sogar einen Anstieg um 17.399 Ärztinnen (80 Prozent). Die Zahl der männlichen Ärzte erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 7.930 (21 Prozent) auf 45.572.

Huml betonte: "Aktuell machen Frauen fast die Hälfte (46,2 Prozent) der in Bayern gemeldeten Ärzte aus. Außerdem sind immer mehr Medizinstudierende – derzeit über 60 Prozent – weiblich. Damit diese Frauen den Arztberuf auch ergreifen und ihn langfristig ausüben, müssen Familie und Beruf miteinander vereinbar sein."

Die Ministerin unterstrich: "Insbesondere für die medizinische Versorgung auf dem Land müssen Formen gefunden werden, die Ärztinnen mit Kindern ein Leben und Arbeiten dort erleichtern. So brauchen wir mehr innovative Konzepte mit flexiblen Arbeitszeiten. Sinnvoll sind auch Gemeinschaftspraxen und Teilzeitmodelle."

Huml fügte hinzu: "Der Freistaat hat bereits viele Initiativen ergriffen, um die Vereinbarkeit von Familie und Arztberuf zu erleichtern. Wir haben uns maßgeblich dafür eingesetzt, die gesetzlichen Vorgaben für Ärztinnen zu erleichtern. So können sich niedergelassene Ärztinnen, die ein Kind bekommen haben, seit 2012 zwölf statt wie früher nur sechs Monate lang vertreten lassen."

Außerdem wurde die Residenzpflicht für Vertragsärzte aufgehoben, was zu einer deutlich flexibleren Wohnortwahl führt. Darüber hinaus hat Bayern den Kammern die Möglichkeit gegeben, Teilzeit-Weiterbildungen deutlich flexibler zu gestalten.