Übersicht / Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales / Meldung vom 10.10.2008

Freitag, 10. Oktober 2008, 16:03 Uhr

Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales

Sozialminister Prof. Dr. Gerhard Vigener: Hospizarbeit im Saarland ist bundesweit vorbildlich

Im Saarland flächendeckendes Netz von ambulanten und stationären Hospizen

Saarbrücken – Zum diesjährigen Welthospiztag erinnert Sozialminister Prof. Dr. Gerhard Vigener daran, dass eine humane Gesellschaft sich auch daran messen lassen muss, wie sie schwerstkranken und sterbenden Menschen am Ende ihres Lebens eine würdevolle Sterbebegleitung und eine Palliativversorgung ermöglicht.

Der Minister würdigte insoweit die Pionierarbeit der Hospize im Saarland, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ihr beispielhaftes Engagement schon sehr früh die Antwort darauf gegeben haben, dass aktive Sterbehilfe keine Alternative zu einer humanen Sterbebegleitung darstellt. Die Hospizbewegung unterstützt damit nachhaltig die ablehnende Haltung der Landesregierung zur aktiven Sterbehilfe.

Minister Vigener stellte zum Welthospiztag für das Saarland heraus, dass es hier schon sehr früh gelungen ist, durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, insbesondere auch durch ehrenamtliche Tätigkeit vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Hospizbewegung, ein flächendeckendes Netz ambulanter und stationärer Hospize aufzubauen und damit die notwendige Hospiz- und Palliativversorgung im Saarland zu sichern.

Zur Hospizversorgung stehen landesweit ambulante und ehrenamtlich arbeitende Hospizgruppen und –vereine zur Verfügung, deren Arbeit durch 7 vom Land geförderte Ambulante Hospiz- und Palliativzentren (AHPZ), die in allen Landkreisen, im Regionalverband Saarbrücken und in der Stadt Völklingen bestehen, koordiniert wird. In diesem Zusammenhang wies Minister Dr. Vigener auf die Leistungsverbesserungen der Palliativversorgung im Rahmen der Gesundheitsreform hin.

Danach sei zur Verbesserung der ambulanten Versorgung ein Anspruch für die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorung (SAPV) eingeführt worden. Diese umfasst die ärztlichen und pflegerischen Leistungen, die von sogenannten Palliative-Care-Teams bei Bedarf auch rund um die Uhr erbracht werden. Eine entsprechende flächendeckende und integrative Versorgungsstruktur soll kurzfristig im Saarland in enger Verbindung mit den AHPZ geschaffen werden, wobei spezialisierte Ärzte und Pflegedienste sowie die bestehenden stationären Einrichtungen in diese Struktur eingebunden werden sollen.