Übersicht / Apothekerkammer Hamburg und Hamburger Apothekerverein e.V. / Meldung vom 28.01.2011

Freitag, 28. Januar 2011, 11:20 Uhr

Apothekerkammer Hamburg und Hamburger Apothekerverein e.V.

Hamburger Apotheker empfehlen:

In Schwangerschaft und Stillzeit auf pharmazeutische Beratung setzen

Hamburg – Die Hamburger bekommen mehr Nachwuchs: Mit 20.600 Kindern ist die Geburtenzahl 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent gestiegen. Schwangerschaft, Geburt und Stillperiode empfinden Frauen meist als schönste Zeit des Lebens. Sie ist aber auch mit viel Unsicherheit verbunden. Hamburgs Apothekerinnen und Apotheker bieten werdenden und jungen Müttern fachkundige Beratung in allen gesundheitlichen Fragen.

Tipps im Internet und in Zeitschriften, Ratschläge von Freunden und Bekannten – Frauen sind alleine von der Vielzahl der Empfehlungen oftmals verunsichert. „Gerade beim ersten Kind will man alles richtig machen und versucht, sich so viel wie möglich zu informieren“, sagt Dr. Jörn Graue, Vorsitzender des Hamburger Apothekervereins. „Geht es um die Gesundheit, ist professionelle Hilfe unerlässlich.“ Graue empfiehlt, bei Fragen zu Medikamenten und Heilpflanzen, aber auch zu Kosmetik eine Beratung in der Apotheke: „Apotheker sind Arzneimittel-Experten und können bei Fragen oder speziellen Problemen individuell weiterhelfen“, so Graue.

Weil der Bedarf an einigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen in der Schwangerschaft erhöht ist und nicht allein durch die Nahrung gedeckt werden kann, sollten zusätzlich entsprechende Präparate eingenommen werden: „Die Einnahme von Folsäure wird allen Frauen in den ersten Monaten der Schwangerschaft und bestenfalls schon vier Wochen vorher geraten“, erklärt Rainer Töbing, Präsident der Apothekerkammer Hamburg. Oftmals müssen auch zusätzlich Eisen- und Jodpräparate eingenommen werden.

„Mit der Einnahme von Arzneimitteln in der Schwangerschaft und während des Stillens sind Frauen erfahrungsgemäß sehr zurückhaltend“, sagt Töbing. „Diese Vorsicht ist berechtigt, denn das Medikament der Mutter kann dem Ungeborenen oder dem Baby mitunter schaden.“ Nicht immer lasse sich aber die Einnahme vermeiden. „Wer unter chronischen Erkrankungen wie Asthma oder Bluthochdruck leidet, kann auf seine Therapie in der Regel nicht verzichten“, so der Apotheker. Auch bei akuten gesundheitlichen Problemen wie beispielsweise Infektionen ist eine Behandlung meist unerlässlich. Töbing rät, Arzneimittel generell nicht ohne Rücksprache mit Arzt oder Apotheker einzunehmen.

Hinweise an die Redaktion: Die Apothekerkammer Hamburg ist die Berufsorganisation aller Apotheker in der Freien und Hansestadt Hamburg. Der Hamburger Apothekerverein e.V. ist der Verband der selbstständigen Apothekenleiter in Hamburg.