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Montag, 29. Juni 2009, 16:50 Uhr

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg

Presseinformation

Integrationsbeauftragte der Bundesländer forderten verbesserte Gesundheitsversorgung für Migrantinnen und Migranten sowie eine Verbesserung der Integrationsperspektiven für Flüchtlinge

Potsdam – Mehr Vorsorge und ein verbesserter Zugang zum Gesundheitswesen für Migrantinnen und Migranten haben die Integrations-, Migrations- und Ausländerbeauftragten der Bundesländer auf ihrer Frühjahrskonferenz, die am 25. und 26. Juni in Hannover stattfand, gefordert.

Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Frau Prof. Dr. Karin Weiss, betonte: „Ein verbessertes Informationsangebot für Zugewanderte, die interkulturelle Öffnung der Gesundheitseinrichtungen und der Abbau von Sprachbarrieren sind dringend erforderlich um den bedarfsgerechten Zugang zum Gesundheitswesen für Migrantinnen und Migranten zu gewährleisten.“

Bei einem immer größer werdenden Bevölkerungsanteil von Menschen mit Migrationshintergrund müssen sich die Einrichtungen des Gesundheitswesens verstärkt durch den Ausbau ihrer interkulturellen Kompetenz auf diese Situation einstellen, so die Beauftragten der Bundesländer. Dazu sei es hilfreich, die jeweiligen kulturell geprägten Besonderheiten zu berücksichtigen und das medizinische Personal hierfür zu qualifizieren.

Die Aufnahme von interkulturellen Aspekten in die Aus- und Fortbildung für Mediziner und Pflegepersonal, verbesserte spezifische Informationsangebote für einzelne Zuwanderergruppen und die Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen seien hierfür wichtige Schritte.

Die zweitägige Konferenz setzte sich mit aktuellen Fragen des Integrationsgeschehens auseinander. Einen weiteren Schwerpunkt bildet dabei der Erfahrungsaustausch zum islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache, der in einigen Bundesländern inzwischen angeboten wird.

Weitere Themen der Beratungen waren die zurückgehende Zahl von Einbürgerungen, Änderungsbedarf beim Asylbewerberleistungsgesetz, die Fortsetzung der Bundesprogramme für Vielfalt, Toleranz und Demokratie sowie zu den Beratungsnetzwerken gegen Rechtsextremismus und die zum Ende des Jahres auslaufende Bleiberechtsregelung.

„Die Beauftragten der Länder sehen hier weiter Handlungsbedarf. Wir brauchen eine bessere Integrationsperspektive durch eine gesetzliche Bleiberechtsregelung für langjährig geduldete Flüchtlinge. Die bis zum Ende des Jahres befristete Regelung greift vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zu kurz“, betonte Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen.

Die Beschlüsse zu den Themen der Konferenz sind auch abrufbar im Internet unter http://www.integrationsbeauftragte.brandenburg.de.