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Freitag, 27. Mai 2011, 15:08 Uhr

Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

Pressemitteilung

Keine Entwarnung bei EHEC-Infektionen

Potsdam – Die Warnungen des Robert-Koch-Instituts vor dem Verzehr von frischen Salat, Gurken und Tomaten sollten laut Gesundheits- und Verbraucherschutzministerin Anita Tack (Linke) ernst genommen werden. "Noch ist die Infektionsquelle nicht bekannt, insofern ist Vorsicht geboten", sagt Tack. Sie erneuerte ihren Appell zur besonderen Beachtung der allgemeinen Hygieneregeln. „Regelmäßiges Händewaschen und ein sorgfältiger Umgang mit Lebensmitteln sind das A und O“, so die Ministerin.

In drei Fällen hat sich der EHEC-Verdacht in Brandenburg bestätigt. Die Ergebnisse sind gestern Abend aus dem Nationalen Referenzzentrum für Salmonellen und andere Enteritiserreger des Robert-Koch-Instituts in Wernigerode eingetroffen. Darüber hinaus gibt es drei Verdachtsfälle in Brandenburg. Fünf Erkrankte werden stationär im Potsdamer Ernst-von-Bergmann-Klinikum behandelt, ein Verdachtsfall im Klinikum Frankfurt (Oder). Bei zwei Patienten besteht der Verdacht auf das hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS). Alle Erkrankten waren zuvor in Norddeutschland unterwegs oder hatten Kontakt zu Personen aus Norddeutschland. „Personen mit blutigem Stuhlgang sollten umgehend zum Arzt gehen“, sagt Tack.

Nach der gestrigen Schnellwarnung vom Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt (HU) über den Erregernachweis auf spanische Gurken sind Lebensmittelkontrolleure der Überwachungsämter im Land unterwegs, um noch im Handel befindliche spanische Gurken zu beproben. „Bislang haben wir keine Erkenntnis, dass derartige Gurken bei uns im Handel sind“, sagt Tack. Nach wie vor sei jedoch nicht auszuschließen, dass auch andere Lebensmittel als Infektionsquelle in Frage kommen. Die Kontrolleure werden darum auch Salat und Tomaten stichprobenweise untersuchen lassen.

Bei Bekanntwerden von Erkrankungen, die im Zusammenhang mit Lebensmitteln stehen können, werden vorsorglich sofort die entsprechenden Lebensmittel in das Landeslabor Berlin-Brandenburg zur Untersuchung eingesandt.

Das Brandenburger Gesundheitsministerium informiert auf seiner Internetseite unter der Adresse http://www.mugv.brandenburg.de über aktuelle Erkenntnisse, Übertragungswege, Vorsichtsmaßnahmen und Krankheitssymptome Über einen Link erreicht man auch das Robert-Koch-Institut für weitere Informationen.

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