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Freitag, 16. September 2011, 11:49 Uhr

Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg

Pressemitteilung

Krankenkassen zur Finanzierung der Kinder-Netzwerke

Potsdam/ Eberswalde – Die "Netzwerke Gesunde Kinder" sollten bundesweit über die Krankenversicherungen finanziell unterstützt werden. Das bekräftigte heute Sozialminister Günter Baaske bei der Feier zum 50-jährigen Jubiläum der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Werner-Forßmann-Krankenhaus in Eberswalde. Baaske: "Die ehrenamtlichen Netzwerke sind hervorragende Instrumente zur Kinder- und Familienbegleitung. Sie brauchen bundesweit eine solide finanzielle Absicherung. Das ist Vorsorge allererster Güte."

Das Krankenhaus habe insgesamt eine hervorragende Entwicklung genommen. Baaske: "Auch in schwierigen Jahren haben sich alle dafür eingesetzt, anderen zu helfen. Jetzt ist es eine moderne, hoch leistungsfähige medizinische Einrichtung, die den Barnim und Regionen darüber hinaus versorgt."

Das Barnimer Netzwerk wurde Ende 2006 am Forßmann-Krankenhaus eingerichtet - nach Senftenberg und Nauen das Dritte in Brandenburg. Baaske: "Die Forßmänner und -frauen haben sich mit dem Netzwerk in der Region einen hervorragenden Ruf als umsichtige Partner für die Kindesentwicklung erworben."

Durch ihre präventiven Leistungen seien die Netzwerke bestes Beispiel für den Vorsorgenden Sozialstaat. Baaske: "Dauerhaft können sie nicht allein durch das Ehrenamt gemanagt werden. Die Krankenkassen müssen mit ins Boot, um Qualität und Angebote der Netzwerke nachhaltig zu sichern. Sie profitieren besonders von gesunden Kindern, denn das spart spätere Kosten." Zur Beteiligung der Kassen an den Netzwerken hatten Brandenburg und Rheinland-Pfalz im Mai im Bundesrat einen Änderungsantrag zum neuen Bundeskinderschutzgesetz durchgesetzt. Es wird derzeit im Bundestag diskutiert.

Brandenburg ist bundesweit Vorreiter der Kinder-Netzwerke. Inzwischen bieten 18 Netzwerke an 30 Standorten Eltern und Schwangeren umfangreiche Unterstützung an. Jährlich begleiten ihre Teams aus Ärzten Hebammen, Familienpatinnen und anderen Partnern etwa 4.000 Familien. Baaske: "Eine Hilfe, die ankommt. Erste Auswertungen bestätigen: Fehlentwicklungen werden früher erkannt, Eltern erweitern ihre Erziehungskompetenzen und durch die Netzwerke begleitete Kinder sind gesundheitlich stabiler." Das Land fördert jeden Netzwerk-Landkreis mit 60.000 und jede kreisfreie Stadt mit 30.000 Euro.