Übersicht / Universitätsklinikum Heidelberg / Meldung vom 17.06.2013

Montag, 17. Juni 2013, 16:45 Uhr

Universitätsklinikum Heidelberg

Das Transplantationszentrum Heidelberg arbeitet eng mit Leberspezialisten in Mannheim und Freiburg zusammen

Lebertransplantations-Patienten werden von Unikliniken in Baden-Württemberg gemeinsam betreut

Heidelberg – Patienten in Baden-Württemberg, die auf eine Lebertransplantation warten oder transplantiert worden sind, profitieren von der engen Zusammenarbeit der Universitätskliniken in diesem Bereich: Die Leberspezialisten in den Universitätsklinika Mannheim und Freiburg bereiten ihre Patienten umfassend auf die Transplantation vor, bevor sie von der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg bei Eurotransplant zur Transplantation angemeldet werden. Nach der Transplantation übernehmen sie so bald wie möglich die Nachsorge, so dass eine wohnortnahe Betreuung der Patienten gewährleistet ist. In Videokonferenzen oder vor Ort werden die Patienten und ihre Anmeldung auf der Warteliste bei Eurotransplant eingehend besprochen

In Baden-Württemberg gibt es zwei Standorte für Lebertransplantation (Heidelberg, Tübingen), während Nieren an den sechs Transplantationszentren des Landes übertragen werden. "Die enge Zusammenarbeit des Heidelberger Transplantationszentrums mit mehreren Leberzentren sorgt für eine hohe Transparenz, wie sie vom Gesetzgeber gefordert wird", erklärt Professor Dr. Markus Büchler, Geschäftsführender Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg.

2012 wurden in Heidelberg 110 Lebertransplantationen vorgenommen. In diesem Jahr ist die Zahl im Vergleich zu den Vorjahren geringer, als Konsequenz der gesunkenen Bereitschaft zur Organspende im Zuge des Transplantationsskandals. Derzeit sind rund 400 Patienten auf der Warteliste in Heidelberg für eine Lebertransplantation gelistet. "Modellcharakter für andere Regionen in Deutschland" In der Praxis bedeutet dies u.a., dass bei den wöchentlichen Transplantationsvisiten in Heidelberg regelmäßig zwei Mannheimer Leberspezialisten dabei sind. "Wir leben hier eine Kooperation, die Modellcharakter für andere Regionen in Deutschland haben kann", so Professor Dr. Matthias Ebert, Leiter der Medizinischen Universitätsklinik II am Mannheimer Universitätsklinikum. Allein 2012 wurden sechs Mannheimer Patienten in der Heidelberger Klinik lebertransplantiert. Aber auch die weiter entfernten Zentren wie Freiburg stehen mit der Heidelberger Chirurgie in regem Kontakt und Austausch: Neben regelmäßigen Fallbesprechungen finden Hospitationen statt. So war ein Oberarzt der Freiburger Lebertransplantations-Sprechstunde zwei Wochen im Transplantationszentrum Heidelberg Gast. Mitarbeiter beider Zentren treten als Gastredner bei Veranstaltungen des jeweils anderen Universitätsklinikums auf. Das Freiburger Zentrum ist ebenfalls eine überregionale Anlaufstelle für Patienten mit Lebererkrankungen; im vergangenen Jahr konnten vier Patienten in Heidelberg transplantiert werden.

Informationen:

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 2.200 Betten werden jährlich rund 118.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und rund 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.

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