Übersicht / Burson-Marsteller / Meldung vom 28.06.2007

Donnerstag, 28. Juni 2007, 14:00 Uhr

Burson-Marsteller

Studie deckt enorme Einsparpotentiale auf:

Mangelernährung kostet Sozialversicherung 9 Milliarden Euro jährlich

Berlin – Die Zusatzkosten, die Mangelernährung für die Kranken- und Pflegeversicherung jährlich verursacht, belaufen sich auf 8,9 Mrd. Euro. Bis zum Jahr 2020 ist mit einem drastischen Kostenanstieg um fast 25 Prozent zu rechnen. Ein gezieltes Ernährungsmanagement kann dem Gesundheitssystem beträchtliche Kosten sparen und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Zu diesen Ergebnissen kommt eine gesundheitsökonomische Studie der Münchener Beratungsgesellschaft CEPTON, die auf dem Hauptstadtkongress vergangene Woche vorgestellt wurde.

5 Mrd. Euro an Kosten entstehen im Bereich Krankenhaus, 2,6 Mrd. Euro im Pflegebereich und weitere 1,3 Mrd. Euro im Bereich der ambulanten ärztlichen Versorgung. Bis zum Jahr 2020 werden sich diese Kosten unter anderem aufgrund der demografischen Entwicklung auf etwa 11 Milliarden Euro pro Jahr erhöhen. Trotz der großen wirtschaftlichen Bedeutung spielt Mangelernährung bislang in der öffentlichen Debatte nur eine sehr untergeordnete Rolle. "Dabei", so Klaus W. Uedelhofen, Mitautor der Studie, "gibt es medizinische Bereiche, in denen Mangelernährung eher die Regel als die Ausnahme ist." Vergleichsweise häufig tritt Mangelernährung bei geriatrischen und onkologischen Patienten sowie in der Abdominalchirurgie auf. Das erschreckende Ergebnis der Studie: Lediglich ein Drittel aller mangelernährten Patienten wird mit gesonderten klinischen Ernährungskonzepten behandelt. Die Einsparpotentiale eines konsequent umgesetzten Ernährungsmanagements sind beachtlich. So haben Prof. Dr. Arved Weimann vom Städtischen Klinikum St. Georg in Leipzig zufolge "mehrere randomisierte klinische Studien zur Gabe von Trinknahrung im Bereich der Viszeralchirurgie eine Senkung der Verweildauer, eine Reduktion der Komplikationsrate und so insgesamt niedrigere Behandlungskosten nachgewiesen". Uedelhofen plädiert daher für eine Wiederbesinnung auf eine ganzheitliche Medizin, in der die Ernährungssituation als Teil der Anamnese sowie im Qualitätsmanagement fest etabliert wird. "Schließlich lassen sich durch ganzheitliche Therapieansätze eindrucksvolle klinische Verbesserungen, Lebensqualitätsgewinne und nicht zuletzt ökonomische Vorteile erzielen!"

Eine Zusammenfassung der Studie sowie weiteres Informationsmaterial finden Sie unter http://www.pfrimmer-nutricia.de

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