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Mit regionaler Qualitätssicherung sektorenübergreifende Zusammenarbeit fördern und Versorgung verbessern

Pressemitteilung

Berlin – Die Potenziale der bereits zahlreichen regionalen Initiativen zur Qualitätsverbesserung der medizinischen Versorgung werden immer noch zu wenig genutzt. Dabei sind sie einer der stärksten Motoren für eine sektorenübergreifende Qualitätssicherung. „Regionale und bevölkerungsbezogene Analysen bleiben derzeit noch immer folgenlos, weil bei Auffälligkeiten ein daran anknüpfendes Qualitätsmanagement aller Beteiligten ausbleibt“, sagte Hans-Dieter Nolting, Geschäftsführer des IGES Instituts, auf dem 6. Nationalen Qualitätskongress Gesundheit in Berlin.

Die regionale Versorgungsqualität spiegeln so genannte Area-Indikatoren wider. „Area-Indikatoren beschreiben nicht Erfolge einer Institution oder eines Behandlungsprozesses, sondern die Gesamtversorgung der Menschen in einer Region“, erläuterte Nolting. Sie können methodisch einfach definiert und ermittelt werden. Zudem stehen bereits viele zur Verfügung. Dazu gehören indikationsspezifische Aussagen zu Häufigkeiten von Operationen, Krankenhaus-Einweisungen oder zur Sterblichkeit.

Möglichkeiten, aus den gewonnenen regionalen Erkenntnissen lokale und sektorenübergreifende Prozesse zur Qualitätssicherung zu generieren, gibt es laut Nolting viele. Dies könnte zum einen unter der Regie einer amtlich berufenen Institution wie derzeit dem AQUA-Institut geschehen. Aber auch freiwillige Initiativen unter Leitung eines zentralen Leistungserbringers innerhalb einer Versorgungskette, etwa einem Krankenhaus, seien möglich.

Area-Indikatoren erleichtern qualitätssichernde Prozesse, weil ein entsprechendes Instrumentarium je nach Grad und Ursache von Auffälligkeiten skalierbar und genau passend erstellt werden kann. Durch den regionalen Fokus entfallen zudem flächendeckende Dokumentationspflichten zahlreicher Ärzte und Einrichtungen. „Im Interesse aller sollten regionale Qualitätserkenntnisse systematischer genutzt werden, da sie leicht und zeitnah eine Verbesserung der Versorgung ermöglichen“, so Nolting.

Über das IGES Institut: Forschen – Entwickeln – Beraten für Infrastruktur und Gesundheit

Das IGES Institut wurde 1980 als unabhängiges Institut gegründet. Seither wurde in über 1.000 Projekten zu Fragen des Zugangs zur Versorgung, ihrer Qualität, der Finanzierung sowie der Gestaltung des Wettbewerbs im Bereich der Gesundheit gearbeitet. In jüngerer Zeit wurde das Spektrum auf weitere Gebiete der öffentlichen Daseinsvorsorge ausgeweitet: Mobilität und Bildung. Das IGES Institut gründet seine Arbeit auf hohe Sach- und Methodenkompetenz und bietet in allen Arbeitsgebieten einen breiten Zugang zu eigenen und zu Datenquellen anderer Institutionen. Zusammen mit den Unternehmen CSG und IMC (beide Berlin) sowie HealthEcon (Basel) beschäftigt die IGES-Gruppe mehr als 120 Mitarbeiter.