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Mittwoch, 15. Juni 2011, 12:55 Uhr

Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz

Pressemitteilung

Mundgesundheit der Berliner Kinder verbessert sich kontinuierlich - Problemgruppen erkannt

Berlin – Der Anteil der Kitakinder mit kariesfreiem Gebiss ist in Berlin weiter gestiegen und lag im Schuljahr 2009/2010 bei 76 Prozent (behandlungsbedürftig: 19 Prozent, saniert: fünf Prozent). Von den untersuchten Schülerinnen und Schülern hatte die Hälfte ein kariesfreies Gebiss. Der Anteil derjenigen mit behandlungsbedürftigen Zähnen lag bei 28 Prozent und der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit saniertem Gebiss bei 22 Prozent. Das belegt der jetzt vorgelegte Bericht zur Mundgesundheit der Kinder im Schuljahr 2009/2010. Dafür wurden 202.541 Kinder untersucht.

Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher: „Es ist erfreulich, dass immer mehr Kinder gesunde Zähne haben. Aber noch nicht genug. Vor allem im Kitaalter gibt es noch zu viele Kinder, deren Zähne behandlungsbedürftig sind. Gründliches und regelmäßiges Zähneputzen und gesunde Ernährung sind die beste Prophylaxe. Die Beratungsangebote müssen sich noch gezielter an Eltern in sozial benachteiligten Gebieten richten. Denn auch die neuesten Auswertungen zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen Mundgesundheit der Kinder und der sozialen Situation in den Familien. Die Beratung gerade dieser Familien muss auch darauf zielen, den Eltern klarzumachen, wie wichtig die Mundgesundheit für die Sprachentwicklung und die körperliche Entwicklung ihrer Kinder ist.“

Von den untersuchten Kitakindern in Berlin wiesen 14 Prozent ein erhöhtes Kariesrisiko auf. Auch unter den bis zu Zwölfjährigen war der Anteil der Kariesrisikokinder mit zehn Prozent sehr hoch (Sonderschulen und Behinderteneinrichtungen: 13 Prozent). Nach wie vor hat also jedes zehnte Berliner Kind ein erhöhtes Risiko, an Karies zu erkranken.

Die WHO hat ein anspruchsvolles Ziel formuliert: Bis 2020 sollen 80 Prozent der Sechsjährigen ein kariesfreies Milchgebiss haben. Berlin hat sich zwar leicht verbessert und erreicht derzeit 52 Prozent (im Vorjahr waren es 49 Prozent) ist aber von dem WHO-Ziel noch weit entfernt. Karies ist nach wie vor die Kinderkrankheit Nr. 1. Präventive Maßnahmen gegen die frühkindliche Karies müssen daher verstärkt werden. Das reicht vom richtigen Zähneputzen zu Hause und in der Kita über Beratungs-angebote bis zu regelmäßigen zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen.

Der Spezialbericht „Mundgesundheit der Berliner Kinder im Schuljahr 2009/2010“ ist im Internet abrufbar unter: http://www.berlin.de