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NASA sucht Weltraum-Windel der Zukunft.
Und hat dabei ganz irdische Probleme…

Ich muss mal im Weltall

Frankfurt am Main – Was tun, wenn ein Astronaut mal muss? Beim Flug der Rakete – wenn kein Weltraumklo in der Nähe ist und er sich nicht bewegen kann? Die amerikanische Weltraumorganisation NASA sucht neue hygienische Lösungen. „Für sechs Tage am Stück.“ Mit einem ungewöhnlichen Versprechen: Jeweils 30.000 Dollar erhalten die drei besten Vorschläge. Diese sogenannte „Space Poop Challenge“ (frei übersetzt: „Weltraum-Kacka-Wettbewerb“) läuft noch bis zum 20. Dezember 2016.

Die Heidelbergerin Elke Kuno, Lehrerin für Pflegeberufe, ist auf die preiswürdigen Lösungen schon sehr gespannt. Denn die Probleme im Weltall sind ihr Job im täglichen Leben. Elke Kuno hilft bei Stuhl- und Harninkontinenz und vertritt die Pflege im Expertenrat der Deutschen Kontinenz Gesellschaft. „Ein paar Tage im Weltall würde ich hygienisch noch hinkriegen“, sagt sie. „Zum Beispiel denke ich da an das Kondom-Urinal oder den Fäkal-Kollektor. Da gibt es schon Möglichkeiten. Aber für sechs Tage?“

Im Weltall ein Problem, in der täglichen Pflegepraxis eine Herausforderung: Viele hunderttausend Menschen alleine in Deutschland erleben und erleiden täglich, was selbst voll durchtrainierten Astronauten in ihren Raumanzügen Probleme macht: Sie können oder dürfen nicht aufstehen – aber müssen irgendwie ihr Geschäft verrichten. Meist handelt es sich dabei um „sturzgefährdete“ ältere Menschen. Sie tragen – wie die Astronauten – Windeln. Raumfahrer derzeit sogar bis zu zwei Tage auf ihrem Flug zur ISS.

Das passiert in Deutschland hoffentlich nicht. „Länger als sechs bis acht Stunden, meist in der Nacht und je nach Hautsituation, darf niemand in der gleichen Windel bleiben“, sagt Elke Kuno. Wichtig sei, dass die Patienten atmungsaktive, qualitativ hochwertige Produkte mit entsprechender Aufsauggeschwindigkeit und Rücknässeschutz erhalten. Und unbedingt auch in der passenden Größe, Saugstärke und benötigten Menge. Kuno: „Dazu setzen wir sogenannte Hautprotektoren ein – wasserabweisende Cremes oder Sprays.“ Die NASA übrigens auch. Unangenehm ist es natürlich trotzdem. Im All und auf der Erde…

Experten sind gefragt. Deshalb bietet die Deutsche Kontinenz Gesellschaft unter anderem umfangreiche Fortbildungsmaßnahmen für Pflegekräfte. Informationen – auch für Patienten – unter www.kontinenz-gesellschaft.de.

Übrigens: Noch ist zwar unklar wie die NASA das Problem löst. Aber wie Außerirdische mit Inkontinenz umgehen, das zeigt auf humorvolle Weise dieser Spot:

www.kontinenz-gesellschaft.de/fileadmin/user_content/startseite/medien/bewusstseinskampagne/Lange%20Versionen/DKG%20Werbespot%20Ufo.mp4

Inkontinenz ist eine Volkskrankheit. Es gibt in Deutschland über neun Millionen Betroffene. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V. setzt sich seit 1987 für eine Verbesserung der Diagnose, Behandlung und Prävention ein – von Harn- und Stuhlinkontinenz sowie dem Einnässen beim Kind. Unter www.kontinenz-gesellschaft.de finden Betroffene und Angehörige wertvolle Informationen, zertifizierte ärztliche Beratungsstellen, sowie Kontinenz- und Beckenbodenzentren in ihrer Nähe. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft ist eine gemeinnützige, medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft. Durch regelmäßige Fortbildungs-Veranstaltungen trägt sie zudem maßgeblich zur Qualitätssicherung in der Behandlung und Beratung von Menschen mit Inkontinenz bei.