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Neubesetzung in der HNO-Klinik: Univ.-Prof. Dr. Claudia Scherl ist neue Direktorin der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum OWL Campus Klinikum Bielefeld
Der Kanzler der Universität Bielefeld Dr. Stephan Becker (l.) übergibt Univ.-Prof. Dr. Claudia Scherl (Mitte) ihre Ernennungsurkunde im Beisein von Bernd Henkemeier, kaufmännischer Direktor des Klinikum Bielefeld (r.). Credits: Klinikum Bielefeld / Universität Bielefeld

Neubesetzung in der HNO-Klinik: Univ.-Prof. Dr. Claudia Scherl ist neue Direktorin der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum OWL Campus Klinikum Bielefeld

Pressemitteilung

Bielefeld – Das Klinikum Bielefeld begrüßt zum 02. Februar 2026 Univ.-Prof. Dr. med. Claudia Scherl als neue Chefärztin der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie. Sie tritt ebenfalls die Professur für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO) an der Medizinischen Fakultät am Universitätsklinikum OWL an.

Univ.-Prof. Dr. med. Claudia Scherl (48) ist eine ausgewiesene Expertin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde sowie Kopf- und Halschirurgie (über 12.000 Operationen) mit umfassender klinischer und wissenschaftlicher Erfahrung. Mit dieser Personalentscheidung baut das Klinikum Bielefeld seine strategische Ausrichtung auf eine exzellente, forschungsnahe Patientenversorgung aus – insbesondere in der Kopf-Hals-Onkologie, Otologie und der hochspezialisierten Tumor- und Schädelbasischirurgie. Darüber hinaus wird das überregionale Cochlear-Implantat-Zentrum in der Zukunft gestärkt und weiter ausgebaut.

Stärkung der HNO-Medizin in OWL

Mit der Berufung von Prof. Dr. Claudia Scherl gewinnt der Standort Ostwestfalen-Lippe sowie das UK OWL eine profilprägende Persönlichkeit der deutschen HNO-Medizin. Ihre Expertise in der onkologischen Chirurgie, ihre fachliche Vernetzung und ihre Innovationskraft in Forschung und Lehre werden die Weiterentwicklung der HNO-Klinik am Klinikum Bielefeld sowie der Medizinischen Fakultät OWL nachhaltig prägen. „Es erfreut uns besonders, mit Frau Prof. Scherl eine herausragende Expertin für unsere Klinik gewonnen zu haben. Ihre wissenschaftliche Exzellenz und klinische Erfahrung werden die Behandlungsmöglichkeiten für unsere Patientinnen und Patienten nachhaltig erweitern“, so Michael Ackermann, Geschäftsführer des Klinikums Bielefeld. „Die Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie gewinnt eine exzellente und hochqualifizierte Chefärztin. Wir danken besonders Dr. med. Lars-Uwe Scholtz für seine hervorragende Arbeit als kommissarische Leitung der Klinik in den letzten zwei Jahren.“

Forschungsschwerpunkte: Onkologische Präzision und digitale Innovation

Prof. Scherls Forschung konzentriert sich auf die Kopf-Hals-Onkologie mit einem besonderen Fokus auf Prognosefaktoren, Immuntherapie und adjuvante Therapiekonzepte. In ihrer Rolle als Leiterin mehrerer Forschungsgruppen hat sie die Weiterentwicklung innovativer Behandlungsstrategien entscheidend mitgeprägt.

Ein Alleinstellungsmerkmal ihrer Arbeit ist die Verbindung von HNO-Chirurgie mit digitalen Zukunftstechnologien. Prof. Scherl leitet Forschungsprojekte zu intraoperativer Bildgebung, künstlicher Intelligenz und Augmented Reality. Ziel ist es, die operative Präzision weiter zu verbessern und damit die medizinische Ergebnisqualität nachhaltig zu erhöhen. Sie leitet seit Jahren drittmittelgeförderte Forschungsprojekte und arbeitete in Forschungsclustern, wie dem AI-Health Innovation Cluster der Heidelberg-Mannheim Health and Life Science Alliance.

Führungsstärke, universitäre Lehre und klinischer Gestaltungswille

Neben ihrer wissenschaftlichen Exzellenz verfügt Prof. Scherl über umfangreiche Erfahrung in der klinischen Leitung und Organisation universitätsmedizinischer Strukturen. Sie verantwortete unter anderem den OP-Bereich, onkologische Tumorzentren, interdisziplinäre Boards sowie die strategische Weiterentwicklung von Hochschulambulanzen und Spezialzentren, wie dem Hörzentrum.

In der Lehre setzt sie auf moderne, kompetenzorientierte Ausbildungskonzepte und innovative Simulations- und Digitallösungen. „Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, strukturierte Facharztweiterbildung und interdisziplinäre Zusammenarbeit bilden zentrale Säulen meines akademischen Selbstverständnisses“, so Prof. Scherl. „Meine Vision für die HNO-Klinik in Bielefeld ist eine international sichtbare Forschung in enger Verzahnung mit klinischer Praxis sowie eine universitäre Spitzenversorgung für unsere Patientinnen und Patienten.“

Zur Person

Prof. Dr. Claudia Scherl ist eine international renommierte HNO-Ärztin mit umfassender Erfahrung in Forschung und klinischer Tätigkeit, insbesondere in der Onkologie sowie der Schädelbasis- und Ohrchirurgie. Sie erlangte ihre Facharztausbildung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Erlangen, nachdem sie an den Universitäten Berlin, Erlangen und Pretoria (Südafrika) Medizin studierte. Internationale klinische und wissenschaftliche Erfahrung sammelte sie unter anderem als Clinical and Research Fellow im Bereich Head and Neck Oncology an der Medical University of South Carolina (USA). Sie war als Oberärztin an den HNO-Universitäten Erlangen und Mannheim tätig, an letztgenannter Stelle als leitende Oberärztin und stellvertretende Klinikdirektorin. 2023 verlieh ihr die Universität Heidelberg eine außerplanmäßige Professur. Professorin Scherl ist verheiratet und hat eine Tochter.


Klinikum Bielefeld und Universitätsklinikum OWL
Die Klinikum Bielefeld gem.GmbH umfasst die drei Krankenhäuser Klinikum Bielefeld Mitte, Klinikum Bielefeld Rosenhöhe und das Klinikum Halle (Westf.) sowie zwei medizinische Versorgungszentren. Als Haus in kommunaler Trägerschaft und Mitgliedshaus der Allianz kommunaler Großkrankenhäuser in Deutschland verantwortet das Klinikum Bielefeld die klinische Diagnostik, Therapie und Pflege.

Das Klinikum Bielefeld ist als Campus Klinikum Bielefeld Teil des Universitätsklinikums OWL. Besonderes Merkmal des humanmedizinischen Modellstudienganges an der Universität Bielefeld ist u.a. der frühzeitige Praxisbezug, die Verzahnung von grundlagenwissenschaftlichen und klinischen Inhalten sowie die Stärkung der Allgemeinmedizin und hausärztlichen Versorgung.

Das Klinikum als Haus der Maximalversorgung leistet in über 30 Fachkliniken sowie diversen Abteilungen und interdisziplinären Einrichtungen patientenorientierte und moderne Hochleistungsmedizin. Zusätzlich wird der Rettungshubschrauber Christoph 13 von den Notfallmedizinern des Klinikums besetzt. „Unsere Kompetenz für Ihre Gesundheit“ steht im Zentrum des Handelns von mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. An 365 Tagen pro Jahr und 24 Stunden am Tag werden im Klinikums rund 43.000 stationäre und 110.000 ambulante Patientinnen und Patienten behandelt (Jahr 2025). Insgesamt verfügt das Klinikum über 1.100 Betten.