Übersicht / Paul-Ehrlich-Institut / Meldung vom 30.07.2007

Montag, 30. Juli 2007, 11:24 Uhr

Paul-Ehrlich-Institut

Presseinformation

Paul-Ehrlich-Institut erneut in wichtigstem Ausschuss der europäischen Arzneimittelagentur EMEA vertreten

Langen – Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der europäischen Arzneimittelagentur EMEA hat Dr. med. Christian Schneider vom Paul-Ehrlich-Institut in Langen (PEI) mit Wirkung vom September 2007 zum Mitglied gewählt (kooptiertes Mitglied). Seine Berufungsperiode beläuft sich auf drei Jahre. Er vertritt im Ausschuss den Bereich "Qualität und Sicherheit biomedizinischer Arzneimittel einschließlich neuartiger Therapien (advanced therapies)". Am Paul-Ehrlich-Institut leitet er die Abteilung EU-Kooperation / Mikrobiologie.

Der Ausschuss für Humanarzneimittel ist das zentrale Beratungsgremium für die Bewertung von Arzneimitteln. Auf Grund seiner Beurteilung spricht die Europäische Kommission eine Zulassung für den europäischen Markt aus oder lehnt sie ab. Die Mitgliedsstaaten besetzen den Ausschuss mit jeweils einem Vertreter (Deutschland: PD Dr. Harald Enzmann, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, BfArM). Der Ausschuss hat darüber hinaus die Möglichkeit, fehlenden Sachverstand durch die Hinzuwahl (Kooptierung) von weiteren Mitgliedern zu ergänzen. Als eine der Lücken wurde der Bereich "Qualität und Sicherheit biomedizinischer Arzneimittel einschließlich neuartiger Therapien (advanced therapies)" identifiziert, der im Wesentlichen mit den Aufgaben des Paul-Ehrlich-Instituts zusammenfällt.

"Mit Christian Schneider wurde nun zum zweiten Mal in Folge ein Vertreter des Paul-Ehrlich-Instituts in den Ausschuss für Humanarzneimittel berufen", freut sich der Präsident des PEI, Prof. Johannes Löwer. "Dies ist nicht nur eine Anerkennung der Leistungen unseres bisherigen Vertreters, Dr. Manfred Haase, sondern zeigt deutlich, dass die Expertise und Kompetenz des Paul-Ehrlich-Instituts für innovative Arzneimittel und Therapien europaweit geschätzt wird", so Löwer weiter.

Christian Schneider: "Ich freue mich darauf, durch meinen Sachverstand und nicht zuletzt den des gesamten Instituts, der nicht nur auf einer langjährigen und breiten Erfahrung in europäischen Zulassungsverfahren, sondern auch auf eigenen experimentellen Untersuchungen beruht, zur Verfügbarkeit, Wirksamkeit und Sicherheit hochmoderner biologischer Arzneimittel europaweit beitragen zu können."

Christian Schneider erhielt seine medizinische Ausbildung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und arbeitete wissenschaftlich am Max-Planck-Institut für Neurobiologie (Abteilung Neuroimmunologie) in Martinsried bei München, bevor er im Paul-Ehrlich-Institut zunächst die Verantwortung für die hochpotente Arzneimittelklasse der monoklonalen Antikörper übernahm. Er war sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene an der Aufarbeitung der Lehren aus der desaströsen klinischen Studie mit dem monoklonalen Antikörper TGN1412 letztes Jahr in London maßgebend beteiligt.