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Dienstag, 12. Juni 2012, 15:23 Uhr

P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft eG

Krankenhäuser brauchen Mehrwert

PEG-Dienstleistertag: Prozesse optimieren ist wichtiger als Preise drücken

München – Make or buy - diese Frage stand beim Dienstleistertag des Expertenpanels Dienstleistungen der PEG Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft eG am 22. Mai im Mittelpunkt. Dabei ging es um die Frage, was Anbieter aus den Bereichen Küche, Facility Management, Reinigung, Wäscherei, Archivierung und weiteren Servicesegementen bieten müssen, um für Krankenhäuser attraktive Partner zu werden oder zu bleiben. Das Fazit: Prozessoptimierung und Mehrwert gehen vor Preisdrückerei.

„Wir als Genossenschaft begreifen uns als zuverlässiger und bodenständiger Partner der Gesundheitseinrichtungen“, betonte Stefan Köbler, Leitung Fachberatung der PEG, der in Vertretung des PEG-Vorstandsvorsitzenden Anton J. Schmidt rund 25 Teilnehmer aus dem Management von Kliniken und Rehakliniken in den Räumen der PEG Akademie herzlich willkommen hieß. „Uns geht es nicht um Gewinnmaximierung, sondern um die Verbesserung der Markstellung unserer Mitglieder“, sagte er. Daher stehe bei der gemeinschaftlichen Arbeit in der PEG auch nicht die Preisbündelung im Vordergrund, sondern die Optimierung der Prozesse und Abläufe und die strategische Weiterentwicklung der Krankenhausbeschaffung. Kostensenkung sei eher ein Nebeneffekt. „Mit Preisdrückerei werden wir kein Krankenhaus retten“, brachte der Fachberater es auf den Punkt.

Gerade diese verblüffend einfache Botschaft ist in vielen Krankenhäusern offensichtlich noch nicht so richtig angekommen. Produkte greifen in die Abläufe ein – dies werde beim Krankenhauseinkauf aber noch zu wenig beachtet. Hier gehe es häufig um Sparen beim Preis, nicht um Prozesse und Qualität, so Professor Dr. Dr. Wilfried von Eiff vom CKM Münster. Dienstleister hätten es unter diesem Aspekt besonders schwer, ihr Angebot zu positionieren. „Innovative Dienstleistungen müssen einen Mehrwert erzeugen, der den Produktgebrauchswert steigert und /oder neue Geschäftsfelder erschließen“, fasste von Eiff zusammen.

Es folgte eine Reihe interessanter Unternehmenspräsentationen, bei denen deutlich wurde: Die Dienstleister haben begriffen, welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen, und entsprechende Angebote ausgearbeitet. Leider ist aber die Botschaft „der, der es am besten kann, soll es machen“ noch nicht in alle Krankenhäuser vorgedrungen. Immerhin, der Dienstleistertag bot ausreichend Gelegenheit für beide Seiten – Industrie und Klinikchefs –sich auf partnerschaftlicher Basis zu begegnen, die gegenseitigen Erwartungen zu formulieren und so manches Missverständnis aus dem Weg zu räumen. Die Firmen, die sich im Dienstleistungspanel der PEG zusammengeschlossen haben, stehen gerne für eine tiefer gehende Kommunikation bereit und werden weiter daran arbeiten, gemeinsam mit den Krankenhäusern optimale Lösungen zu finden.

Einen ausführlichen Tagungsbericht sowie weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.peg-einfachbesser.de