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Freitag, 25. März 2022, 09:00 Uhr

CGC Cramer Gesundheits-Consulting GmbH

Was tun bei therapierefraktären Reizdarm-Patienten?

Persistierende Diarrhoe, Flatulenz, Spasmen: Stabilität und Permeabilität der Darmbarriere prüfen!

Eschborn – Am Reizdarmsyndrom leiden in Deutschland etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung. Ihr Leiden wird dabei von einem eklatanten Versorgungsdefizit verstärkt: „Etwa drei Viertel der Betroffenen bekommen keine Behandlung und die korrekte Diagnose wird entweder zu selten oder zu spät gestellt“, warnte jüngst S3-Leitlinienautor Prof. Dr. med. Ahmed Madisch, Centrum Gastroenterologie Bethanien, Frankfurt[1]. Dr. med. Nicole Steenfatt, Leiterin der ganzheitlichen Darm Gesundheitspraxis, Bad Oeynhausen, konkretisiert: „Gerade bei der Diagnose persistierender Diarrhoe, Flatulenz und Spasmen, drei Leitsymptome gemäß neuer S3-Reizdarm-Leitlinie, wird bis dato zu selten an eine Stabilitäts- und Permeabilitätsprüfung der Darmbarriere gedacht.“ Doch hier sollte sukzessive ein diagnostischer Paradigmenwechsel erfolgen, denn „der am besten gesicherte gemeinsame Nenner, der vermutlich sämtliche der unterschiedlichen Reizdarm-Symptome triggert oder verstärkt, ist eine Barrierestörung in der Darmschleimhaut“, erläutert Gastroenterologe Prof. Peter Layer, Koordinator der neuen S3-Reizdarm-Leitlinie[2]. „Bei meinen therapierefraktären Patienten, die immer wieder an vorgenannten Leitsymptomen laborieren, prüfe ich daher standardmäßig die Stabilität der Darmbarriere“, so Steenfatt, „und sie ist – wenig überraschend – bei etwa 35 Prozent der Betroffenen bereits pathologisch permeabel.“ Im Fokus der Therapie stehe leitlinienkonform primär die Linderung der Symptomatik, doch die Stabilisierung der Darmbarriere sollte als adjuvantes Therapietarget initial mit avisiert werden. Hierzu hat sich ein pflanzliches Phytopharmakon aus Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle bewährt (MYRRHINIL-INTEST*), welches aufgrund seines ausgeprägten Multi-Traget-Effekts nicht nur die Darmbarriere stabilisiert – wissenschaftlich belegt in zwei deutschen Studien an der Berliner Charité und der Uni Leipzig[3,4] – sondern weiter auch Diarrhoe, Flatulenz und intestinale Spasmen lindert.

Zahlreiche aktuelle Publikationen verdeutlichen[5-8]: Die Darmbarriere rückt verstärkt in den Fokus der Wissenschaft, denn „bei vielen chronischen Darmerkrankungen gilt eine gestörte Darmbarriere heute als maßgeblicher Faktor, der zu Dysfunktionen führt, die Inflammationen und Motilitätsstörungen im Darm bewirken“, erklärt Gastroenterologe und Autor der ersten deutschen CME-Klausur zur Darmbarriere, Prof. Martin Storr, Starnberg[9]. So hat auch eine der renommiertesten Fachmagazine, das British Medical Journal (BMJ), der undichten Darmbarriere („Leaky Gut“) in 2021 einen umfangreichen Review[10] gewidmet – was die Relevanz der Darmbarriere in der Fachwelt widerspiegelt. Als Kernbotschaften vermitteln die BMJ-Autoren, dass mehrere pathophysiologische Zustände – wie z.B. entzündliche Darmerkrankungen – derzeit mit „Leaky Gut“ assoziiert werden. Des Weiteren sehen sie Fortschritte bei der Messung einer gestörten Darmpermeabilität mittels Serum-Biomarkern (wie Zonulin und I-FABP) oder Urinausscheidung oral verabreichter Zuckermoleküle, um so die Diagnose zu erleichtern. Als potenzielle Auslöser einer instabilen Darmbarriere erachten die Autoren derzeit primär fettreiche Ernährung, Emulgatoren und Alkohol.

Auch antiinflammatorische Interventionen sind zielführend

Weniger deutlich hingegen sind die Ursachen einer instabilen Darmbarriere – daher wird hier intensiv geforscht. Eine der möglichen Trigger können Mikroinflammationen der Darmschleimhaut sein: „Diese, gelten inzwischen als gesicherte Auslöser des Reizdarmsyndroms", erklärt Madisch[11]. Daher steht bei Dr. Steenfatt neben „Darmbarrierestabilität steigern“ auch „Inflammationen mindern“ als zentrales Therapietarget im Fokus, um so die persistierende Symptomatik der Patienten dauerhaft spürbar zu lindern. „Auch hier hat sich die Wirkung des Myrrhe-Phytopharmazeutikums nicht nur seit Jahrzehnten in der Praxis bewährt, sondern wurde inzwischen auch in zahlreichen Studien belegt[12-15]“, erklärt die Reizdarmspezialistin.

Barrierestörung ist keine eigene Entität

In diesem Kontext sei wichtig, dass man besonders den vorinformierten Patienten, die denken, sie hätten ein „Leaky Gut“, klar erklärt, dass sie nicht „an einem Leaky-Gut als eigene Krankheit leiden“, so Steenfatt, denn „die gestörte Darmbarriere ist stets Teil einer übergeordneten Krankheitsentität, stellt aber kein eigenes Krankheitsbild dar. Eine Störung der Darmbarriere ist also immer im Kontext etablierter Darmerkrankungen zu sehen“, erläutert Prof. Jörg-Dieter Schulzke, Darmbarriereforscher und Arzt für Allgemeinmedizin, Gastroenterologie und Ernährungsmedizin, Charité Berlin[16].

*www.myrrhinil.de

Redaktioneller Hinweis: Lesen Sie dazu auch das umfangreiche themenaffine Fachinterview mit Dr. Nicole Steenfatt.

MYRRHINIL-INTEST®

Anwendungsgebiete: Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur unterstützenden Behandlung bei Magen-Darm-Störungen mit unspezifischem Durchfall, begleitet von leichten Krämpfen und Blähungen ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung. Zusammensetzung: 1 überzogene Tablette enthält: 100 mg Myrrhe, 50 mg Kaffeekohle, 70 mg Trockenextrakt aus Kamillenblüten (4-6:1); Auszugsmittel: Ethanol 60 % (m/m). Sonstige Bestandteile: Gelbes Wachs, Calciumcarbonat, Carnaubawachs, Cellulosepulver, Eisenoxide und -hydroxide E 172, Eisen(III)-oxid E 172, sprühgetrockneter Glucose-Sirup, Kakaobutter, Macrogol 6000, Povidon K-90, Schellack (gebleicht, wachsfrei), hochdisperses Siliciumdioxid, Stearinsäure (Ph.Eur.) [pflanzlich], Sucrose, Talkum, Titandioxid E 171. Enthält Glucose und Sucrose (Zucker). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Kamille, andere Korbblütler, Myrrhe, Kaffeekohle oder einen der sonstigen Bestandteile. Kinder unter 6 Jahren. Nebenwirkungen: Häufigkeit nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen insbesondere bei Allergikern. Pharmazeutischer Unternehmer: Repha GmbH Biologische Arzneimittel, Alt-Godshorn 87, 30855 Langenhagen.

Die Quellen 1-16 erhalten Sie beim Pressekontakt: