Übersicht / Apothekerkammer Berlin / Meldung vom 01.12.2010

Mittwoch, 01. Dezember 2010, 11:18 Uhr

Apothekerkammer Berlin

Pressemitteilung

Projekt „Apotheke macht Schule“ informiert Berliner Eltern - Nur 16 Prozent der Eltern nutzen bei Erkältung Hausmittel

Berlin – Eltern sind oft nicht ausreichend darüber informiert, welche Hausmittel bei leichten Erkrankungen helfen können. Dies ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 3.200 Eltern im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Um Eltern besser über Hausmittel zu informieren, bietet die Apothekerkammer Berlin im Rahmen des Projekts „Apotheke macht Schule“ unabhängige und werbefreie Vorträge durch speziell geschulte Apotheker an, die kostenlos von Schulen gebucht werden können.

„Gesundheit fängt schon in der Kindheit an – deshalb haben wir uns dem bundesweiten Projekt „Apotheke macht Schule“ angeschlossen. Apotheker informieren Eltern und Lehrer mit Vorträgen zu Themen wie zum Beispiel Essstörungen, chronisch kranke Kinder im Unterricht, Hausmittel oder bieten altersgerechte Vorträge für Schüler an“, sagt Vorstandsmitglied Dr. Kerstin Kemmritz. Dieses Projekt zur Primärprävention in Berliner Schulen läuft seit einem Jahr erfolgreich.

Das Wissen um die Wirkung von Hausmitteln ist wichtig, denn auch diese Arzneimittel sollten nicht häufiger als nötig eingenommen werden. Kemmritz: „Die Selbstheilungskräfte zu stärken, ist bei vielen Krankheiten sinnvoll – und das können bewährte Hausmittel sogar oft ohne Nebenwirkungen.“ Unter dem Titel „Natürlich gesund – helfen mit Hausmitteln“ informieren Apotheker über die richtige Anwendung von Hausmitteln und bei welchen Symptomen ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Hausmittel unterstützen beispielsweise die Behandlung von Erkältungssymptomen wie Fieber, Husten, Schnupfen oder Ohrenschmerzen und sind auch bei Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung oder Insektenstichen sinnvoll. Weitere Themen des etwa eineinhalbstündigen Vortrags sind u.a. die richtige Zubereitung von Tees, Wickeln, Inhalationen oder Wasseranwendungen. Für das nächste Jahr planen die beiden Berliner Verantwortlichen, Dr. Kerstin Kemmritz und Hannelore Eitel-Hirschfeld, die Entwicklung weiterer Elternvorträge, u.a. zum Thema „Alkohol und Medikamentenmissbrauch“.