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Rösler degradiert Patienten zu Kunden

Harald Weinberg

Berlin – „Röslers Kostenerstattung ist ein alter Hut, der durch ständiges Herauskramen nicht besser wird. Er sollte den Hut lieber an den Nagel hängen“, kommentiert Harald Weinberg, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Gesundheitsausschuss, die jüngsten Vorschläge des Ministers zur Ausweitung der Kostenerstattung. Harald Weinberg fährt fort:

„Kostenerstattung bedeutet: Der Patient geht zum Arzt, bekommt eine Rechnung und muss dann mit teils großem Aufwand versuchen, das Geld von der Krankenversicherung zurückzubekommen. Dahinter steht die Ideologie, dass Patienten nicht Kranke, sondern ‚Kunden’ sind und ‚Leistungen einkaufen’.

Die praktischen Probleme liegen auf der Hand: Wie soll ein Kranker mit seinem Arzt über Qualität und Preis der Behandlung verhandeln? Kann ein Kranker seinem Arzt ernsthaft gegenübertreten und sagen, dass er zu diesem Preis nicht bereit ist, sich behandeln zu lassen? Das macht besser die Krankenkasse als Vertragspartner der Ärzteschaft. Was ist, wenn der Arzt – wissentlich oder unwissentlich – Leistungen erbringt, die die Kasse nicht zahlt? Dann muss der Patient blechen. Und welche Patienten können es sich leisten, diese Risiken einzugehen und dazu noch die Rechnung vor der Erstattung zu bezahlen? Eine solche Regelung ist bestenfalls für wohlhabende Versicherte interessant und zementiert die Mehr-Klassen-Medizin.

Die Ärzte, die Rösler jetzt zujubeln, weil sie die Chance auf höhere Praxiseinnahmen wittern, kann man nur warnen: Viele Patienten werden nicht mehr kommen, sobald sie sich vor dem Praxisbesuch Gedanken ums Geld machen müssen.“