Viele Mythen über Rückenschmerzen halten sich hartnäckig. Physio Deutschland klärt auf, warum der Rücken robuster ist, als viele denken – und Bewegung meist der Schlüssel ist.
Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden überhaupt – und kaum ein Thema ist von so vielen Mythen begleitet. Dabei lassen sich die meisten Schmerzen nicht auf akute Schäden zurückführen. Physiotherapeutinnen arbeiten deshalb zunehmend mit einem bio-psycho-sozialen Ansatz, der körperliche, psychische und soziale Faktoren gleichermaßen berücksichtigt. Ziel sei es, „Ängste abzubauen, Patientinnen zu stärken und gesundes Bewegungsverhalten zu fördern“, sagt Physiotherapeutin Vera Schwermer-Funke von Physio Deutschland.
Rückenmythen im Kurzcheck
Ein zentraler Irrtum: Starke Schmerzen bedeuten nicht automatisch, dass etwas „kaputt“ ist. Studien zeigen, dass selbst heftige Beschwerden meist keine gefährliche Ursache haben. Auch Bettruhe gilt als überholt – moderate Aktivität unterstützt die Genesung deutlich besser. Bildgebende Verfahren wie MRT oder Röntgen liefern zudem oft Befunde, die bei beschwerdefreien Menschen genauso vorkommen und daher nur selten die Ursache erklären. Ebenso hält sich der Mythos, Bücken oder Heben sei gefährlich. Tatsächlich ist die Wirbelsäule belastbar und anpassungsfähig. „Es gibt keine verbotenen Bewegungen – nur ungewohnte“, betont Vera Schwermer-Funke. Aktive Maßnahmen wie Bewegung, Training und physiotherapeutische Begleitung wirken langfristig am besten. Sie helfen Betroffenen, Vertrauen in den eigenen Körper zurückzugewinnen – und zeigen: Der Rücken ist stärker, als viele glauben. Mehr Infos zu Physiotherapie: www.physio-deutschland.de
