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SARS-CoV-2-Pandemie bleibt sehr dynamisch: Deutliche Zunahme der Positivrate an SARS-CoV-2-PCR-Tests

Pressemitteilung

Berlin, 30. März 2021 – Datenauswertung der Akkreditierten Labore in der Medizin zur SARS-CoV-2-PCR-Testung in KW 12 zeigt weiter steigende Positivrate.

Wie seit einigen Wochen beobachtet und vorhergesehen, nehmen die SARS-CoV-2-Neuinfektionen weiterhin deutlich zu – und der Anteil der britischen Variante B.1.1.7 ebenso, mancherorts liegt er bei deutlich über 80 Prozent der diagnostizierten Fälle. Für die Osterfeiertage bedeutet das: „Wir alle sollten uns und unsere Mitmenschen weiterhin diszipliniert vor Ansteckungen schützen“, sagt Dr. Michael Müller. Der 1. Vorsitzende des ALM e.V. rät weiterhin und besonders jetzt zur Beachtung der bekannten und auch gegenüber den Varianten wirksamen wesentlichen Maßnahmen: Kontaktreduzierung, Hygiene, Abstand halten, Maske tragen. Die Auswertung der Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V., an der 175 Labore aus dem ambulanten und stationären Bereich teilgenommen haben, zeigen für die KW 12 eine Positivrate von 9,5 Prozent (Vorwoche: 8,3 Prozent). Insgesamt fielen in der vergangenen Woche von den durchgeführten 1.279.394 (Vorwoche: 1.196.364) SARS-CoV-2-PCR-Tests 121.787 Tests positiv aus (Vorwoche: 98.762). Das ist eine Steigerung um 23 Prozent.

Am Sonntag sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel bei „Anne Will“ über „eine ganz neue Pandemie“. Die erste Welle vor einem Jahr könne mit der Situation heute nicht verglichen werden. Das kann Prof. Jan Kramer, Facharzt für Laboratoriumsmedizin und Internist, nur bestätigen: „Die Variante B.1.1.7 hat sich rasch ausgebreitet und gegen andere Varianten durchgesetzt. Deshalb ist es in der jetzigen Phase der Pandemie ganz wichtig, dass wir nicht müde werden, die AHA + L-Regeln einzuhalten“, so der Vorstand im ALM e.V. Neben der Verstärkung der Impfanstrengungen und der konsequenten Umsetzung der Nationalen Teststrategie mit breiter und niedrigschwelliger Testung liege es weiterhin in der Hand jedes Einzelnen, wie sich die Pandemie weiterentwickele: „Auch wenn das gerade zu Ostern und bei frühlingshaften Temperaturen nicht leichtfällt, sollten wir alle möglichst unsere Kontakte reduzieren, konsequent Abstand halten und Maske tragen“, betont auch Nina Beikert, Vorständin im ALM e.V.

Bei Antigentests die diagnostischen Schwächen und Limitationen beachten

Dass die SARS-CoV-2-Antigentests und auch Selbsttests nun bei den Bürger*innen ankommen, sehen die Vorstände des ALM e.V. grundsätzlich positiv: „Das breite Testen, auch bei asymptomatischen Personen, kann zusammen mit konsequent umgesetzten Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten eine Ergänzung bei der Bewältigung der Pandemie sein. „Wir weisen hier darauf hin, dass ein negativer Antigentest nur eine Momentaufnahme mit einer Gültigkeit am Untersuchungstag ist“, sagt Wolf Kupatt. Der ALM-Vorstand konstatiert: „Antigentests sind bekanntermaßen weniger sensitiv und spezifisch als die PCR als Goldstandard in der SARS-CoV-2-Diagnostik. Sie bergen somit das signifikante Risiko von falsch-positiven und falsch-negativen Befunden.“ Beides sollte den nutzenden Personen auch entsprechend kommuniziert werden, damit die Getesteten eigenverantwortlich damit umzugehen lernen.

Evangelos Kotsopoulos, ebenfalls Vorstand im ALM e.V., weist noch einmal darauf hin, dass positive Antigentests – ob von medizinischem Personal durchgeführt oder durch die Testperson selbst – stets direkt durch eine PCR-Untersuchung im Labor zu bestätigen sind. Dass die PCR-Testkapazitäten hierfür auch über die Osterfeiertage ausreichen, darauf haben sich die Akkreditierten Labore eingestellt, ähnlich wie Weihnachten und Neujahr 2020: „Wir haben sichergestellt, dass die notwendigen Testkapazitäten bereitstehen. Unsere Mitarbeiter*innen, die auch an den Feiertagen in den fachärztlichen Laboren diese wichtige Arbeit für die Bevölkerung durchführen, sind trotz der dauerhaften Belastung hoch motiviert. Die Teams in den Laboren wünschen sich jedoch, dass die Menschen in dieser schwierigen Phase der Pandemie noch mehr zusammenstehen und appellieren daher an alle, auch an die vielen Beschäftigten im Gesundheitswesen zu denken, die seit mehr als einem Jahr für die Bewältigung der Pandemie und die Versorgung Infizierter arbeiten“, so die Vorstände im ALM e.V.

Die Nationale Teststrategie des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie auf der Homepage des Robert Koch-Instituts.

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Ein Hinweis in eigener Sache: Um insbesondere Landrät*innen und Bürgermeister*innen sowie Entscheider*innen für die labordiagnostische Versorgung vor Ort einen besseren Überblick zu geben, haben wir die Informationsseite „Corona Diagnostik Insights“ mit Laborfinder sowie Zahlen, Daten und Fakten zur Covid-19-Labordiagnostik eingerichtet. Außerdem finden Sie dort eine erste Übersicht der fachärztlichen Labore in Deutschland, die Vollgenomsequenzierungen durchführen.

Auf unserer Homepage finden Sie FAQ zum Thema. Diese aktualisieren wir regelmäßig. Bei weiteren Fragen freuen wir uns über Ihre schriftliche Anfrage an c.wanke@alm-ev.de.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die hier ermittelten Daten mit weiteren Daten am RKI zusammengeführt werden. Die daraus entstehenden Daten stellen das Gesamtbild über das Testgeschehen in Deutschland dar. Eine anderweitige Nutzung der Daten darf nur mit Hinweis auf die Erhebung des ALM e.V. als Quelle erfolgen.

Weitere Infos zum SARS-CoV-2-Virus, zu COVID-19 und zur aktuellen Lage finden Sie unter:
www.rki.de / www.bmg.bund.de / www.kbv.de

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Über die Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V.
ALM e.V. ist der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore (ALM) in Deutschland. Der Verband vertritt derzeit über 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzt*innen, rund 500 Naturwissenschaftler*innen und etwa 25.000 qualifizierten Mitarbeiter*innen. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen labormedizinischen Patientenversorgung in Deutschland. Die Mitglieder des Verbandes sichern eine flächendeckende Patientenversorgung, auch in strukturschwachen Gebieten. Die Mitgliedslabore sind nach der höchsten Qualitätsnorm für medizinische Laboratorien (DIN ISO EN 15189) akkreditiert und erfüllen uneingeschränkt die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung labormedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK). Die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und technischen Personals ist ein wesentlicher Aspekt ihrer täglichen Arbeit, um langfristig die zuverlässige Versorgung von Millionen von Patienten sicherstellen zu können. Der Verein strebt eine kollegiale Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Selbstverwaltung, den medizinischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Vereinen an, um gemeinschaftlich die Zukunft der Labore in der medizinischen Diagnostik in Deutschland zu gestalten.