Mehr Reichweite im Gesundheitsmarkt

Schließen

Registrierung

Melden Sie sich noch heute an, um gezielt und effektiv Ihre Nachrichten in der Gesundheitsbranche verbreiten zu können.

Kontoinformationen

Ansprechpartner:in

Adresse

Kontakt

Es wurde eine E-Mail zur Bestätigung an Sie gesendet. Nach der Bestätigung sind Sie erfolgreich registriert.


Sonne und Arzneimittel – nicht immer eine gute Kombination

Berliner Apotheker

Berlin – Während Sonnenstrahlen positiv wirken auf Geist und Gemüt, die Produktion von Vitamin D ankurbeln und das Immunsystem stärken, sind sie mit Medikamenten nicht immer gut verträglich. Was viele Patienten nicht wissen: Die Kombination bestimmter Arzneimittel mit Lichtstrahlen kann schwere Hautreaktionen bewirken.

„Eine Vielzahl von Wirkstoffen können so genannte ‘phototoxische Reaktionen’ auslösen“, erläutert Dr. Christian Belgardt, Präsident der Apothekerkammer Berlin. Dazu zählen vor allem Arzneimittel, die bei chronischen Erkrankungen eingenommen werden wie zum Beispiel zur Therapie von HerzKreislaufErkrankungen, Rheuma und Depressionen. Aber auch Antibiotika und Schmerzmittel können in Kombination mit der Sonne sonnenbrandähnliche Reaktionen verursachen. Ebenso kann es bei der Einnahme einiger Malariamittel zu solchen Nebenwirkungen kommen. So ist zum Beispiel bei Doxycyclin die Gefahr von Hautreaktionen, die durch Lichteinstrahlung ausgelöst werden, besonders hoch. „Die sonnenexponierten Stellen können gerötet sein, aber auch Bläschen und Hautausschlag können sich bilden. Im schlimmsten Fall nimmt die Haut einen irreparablen Schaden. Zum Teil leiden die Betroffenen unter starken Schmerzen“, so der Apotheker.

„Diese Hautreaktionen können im Prinzip schon nach der ersten Einnahme des Medikaments auftreten – selbst wenn Strahlung in einer Intensität auf die Haut trifft, die normalerweise nicht bedenklich ist“, erklärt Belgardt. Nicht jeder Patient sei gleich empfindlich auf die Kombination Sonne und Arzneimittel. Ob und in welchem Maß Reaktionen auftreten, hängt von verschiedenen Faktoren ab wie beispielsweise der Art des Wirkstoffs, den Eigenschaften der Haut und der Intensität der Strahlung. Die Apothekenmitarbeiter beraten gerne, welche Medikamente photosensibilisierend wirken.

Sind Patienten auf solche Medikamente angewiesen, sollte die Haut konsequent vor der Sonne geschützt werden. Meist werden die Reaktionen durch UV-A-Licht, seltener durch UV-B- oder sichtbares Licht ausgelöst. Gerade UV-A-Strahlen können aber Kleidung, Fenster und Autoscheiben durchdringen. „Betroffene sollten direkte Sonne – vor allem in der Mittagszeit zwischen 11 und 14 Uhr – meiden“, rät Belgardt. Sonnenschutzpräparate sollten einen ausreichend hohen UV-A-Filter enthalten, darauf müsse beim Kauf geachtet werden. Spezielle Kleidung enthält laut Belgardt eine Schutzschicht gegen UV-Strahlen und wird sensiblen Personen empfohlen.

Hinweis an die Redaktion: Die Apothekerkammer Berlin nimmt als Körperschaft des öffentlichen Rechts die beruflichen Belange von rund 4.500 Apothekerinnen und Apotheker wahr. Sie ist die Standesvertretung aller Berliner Apothekerinnen und Apotheker.