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Tausende engagieren sich zum Welt-Aids-Tag / Vor allem Jugendliche sind als Botschafterinnen und Botschafter aktiv

Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung

Köln – Mehrere tausend Menschen engagieren sich dieses Jahr zum Welt-Aids-Tag 2007. Vor allem Jugendliche nutzten die Möglichkeiten der Mitwirkung im Internet und sind als Botschafterinnen oder Botschafter aktiv, wie das Bundesgesundheitsministerium, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung im Vorfeld des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember heute vor Journalisten in Berlin berichten. Auch das Schutzverhalten der Jugendlichen ist vorbildhaft. Dennoch ist die Zahl der neu mit HIV infizierten Menschen in Deutschland 2007 erneut gestiegen, – sie bleibt jedoch auf einem international vergleichsweise niedrigen Niveau. Der Welt-Aids-Tag wird am 1. Dezember begangen und ist jedes Jahr Anlass, für Schutz, Aufklärung und Solidarität mit den Betroffenen einzutreten.

Dazu erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: “Das Robert Koch-Institut schätzt die Zahl der HIV-Neuinfektionen im Jahr 2007 auf 3.000. Ende 2007 werden 59.000 Menschen in Deutschland mit HIV und AIDS leben, darunter 9.500 an AIDS erkrankte Menschen. Deutschland hat damit im europäischen Vergleich weiterhin eine der niedrigsten Infektionsraten, dennoch dürfen wir in unseren Anstrengungen, HIV/AIDS zu bekämpfen, nicht nachlassen. Wir haben deshalb seit diesem Jahr die Mittel für die Aidsprävention noch einmal um drei Millionen Euro erhöht und mit dem HIV/AIDS Aktionsplan, den die Bundesregierung Anfang des Jahres beschlossen hat, die Weichen neu gestellt. Auch die Erweiterung unserer gemeinsamen ‚Botschafterkampagne’ zum Weltaidstag gehört dazu. Jede und jeder kann Botschafter sein: Einzelpersonen, Vereine, Gemeinden, Unternehmen oder Schulen. Die rege Nutzung der Website und die Rückmeldung der lokalen Initiativen zeigen, dass viele Menschen aktiv werden wollen. Das schärft das Bewusstsein und stärkt die Solidarität mit den Betroffenen.”

“Junge Menschen verhalten sich vorbildlich”

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung spricht mit ihren Präventionsangeboten gezielt Jugendliche und junge Erwachsene an. Dass die Botschaften ankommen zeigt sich daran, dass 68 Prozent aller Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren regelmäßig Kondome benutzen. Vor zehn Jahren waren das noch elf Prozent weniger. “Gerade im Hinblick auf die gestiegenen Infektionszahlen ist es wichtig, dass die nachwachsenden Generationen immer wieder aufs Neue informiert und für verantwortliches Verhalten gewonnen werden”, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Deshalb entwickelt die BZgA ihre Aidskampagne kontinuierlich weiter, um gerade die jungen Menschen mit ihren Angeboten zu erreichen. Dazu gehört auch das neue Konzept des diesjährigen Welt-Aids-Tages, bei dem das eigene Engagement im Mittelpunkt steht. “Noch nie haben sich so viele Menschen aktiv gegen Aids, für Schutz und für Solidarität mit den Betroffenen eingesetzt. Von den beteiligten Botschafterinnen und Botschaftern ist mehr als ein Drittel unter 20 Jahre alt”, erklärt die Direktorin der BZgA.

Die nationalen Botschafterinnen und Botschafter des Welt-Aids-Tags, Anni Friesinger, Christiane Paul, Samy Deluxe und Philipp Lahm haben sicherlich vielen Menschen als Vorbild gedient. 35.000 Plakate mit ihren eindringlichen persönlichen Botschaften machen die diesjährige Kampagne in ganz Deutschland unübersehbar. Der Fachverband Außenwerbung (FAW) stellt alle Plakatflächen wiederum kostenlos zur Verfügung, der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) unterstützt die Kampagne maßgeblich. Millionen von Postkarten werden durch novum und United ambient Media kostenlos gestreut. Zahlreiche Zeitungen haben kostenlos Anzeigen geschaltet, ebenfalls TV-Sender kostenlos den Spot von Samy Deluxe gesendet. Aber auch Kooperationen mit der Jungen Presse und vielen anderen Verbänden und Organisationen hätten ihren Teil beigetragen. “Der Welt-Aids-Tag ist so mitten in der Gesellschaft verankert. Und weil wir so nah an den Menschen sind, ist die Kampagne auch vor Ort so vernetzt und präsent wie nie zuvor”, so Prof. Dr. Elisabeth Pott.

Samy Deluxe ist bereits im zweiten Jahr als Botschafter des Welt-Aids-Tags dabei und das aus voller Überzeugung: “Ich bin jetzt das zweite Jahr als nationaler Botschafter dabei, weil ich jungen Leuten vermitteln möchte, dass sie sich schützen müssen. Die meisten Jugendlichen benutzen zwar Kondome. Aber manche fühlen sich einfach nur ‚zu cool’ dafür. Die bringen sich um, weil sie zu cool sind. Ich hoffe, dass durch mein Engagement ein paar von denen anfangen nachzudenken. Es gibt nämlich immer noch Leute, die wirklich glauben, Aids gäbe es nur in Afrika, bei Schwulen oder Fixern. Ich habe aber andere Aidskranke kennen gelernt, junge Mädchen, heterosexuelle Teenies. Die verstecken die Krankheit sogar vor ihren besten Freunden, nehmen ihre Tabletten heimlich auf dem Schulklo.

Deshalb finde ich es super, dass dieses Jahr jeder Botschafter werden kann – und sich schon über 2.000 Menschen öffentlich bekannt haben. Und darunter so viele Jugendliche. Weil es immer am besten ist, wenn die Jugendlichen sich selbst damit beschäftigen – und nicht vom Lehrer mit erhobenem Zeigefinger ermahnt werden, Gummis zu benutzen. Wenn wegen mir oder einem der anderen Botschafter noch mehr dieses Interesse zeigen, auf die Website gehen und Botschafter werden, haben wir schon viel erreicht.”

“Lebendige Solidarität”

Auch die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. freut sich sehr über die große Anteilnahme in der Bevölkerung, die sich in den Beiträgen auf der Website widerspiegelt. Die erfolgreiche Präventionsarbeit der Aidshilfen erfährt dadurch eine große Solidarität. Die regionalen Aidshilfen werden gemeinsam mit ihren Landesstrukturen und der DAH die Prävention weiter intensivieren und sich konsequent auf die Bedürfnisse ihrer Zielgruppen beziehen. “Dabei stehen sehr junge und besonders gefährdete Menschen in ihrem Fokus, damit sich das Virus nicht weiter ausbreiten kann”, betont Sven Christian Finke, Vorstandmitglied der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. “Ein weiteres Ziel unserer Arbeit ist die Akzeptanz von Menschen mit HIV und Aids, die in der breiten Bevölkerung leider immer noch nicht selbstverständlich ist. Die überaus positiven Reaktionen auf die diesjährige Welt-Aids-Tags-Kampagne zeigen: es ist ein Schritt in die richtige Richtung”, ergänzt Sven Christian Finke. “Wir sind dem Botschafter-Team für die diesjährige Kampagne zu großem Dank verpflichtet, setzen sie doch als glaubwürdige Vorbilder ein deutliches Zeichen für die Prävention und gegen Ausgrenzung von HIV-positiven Menschen.”

Dass so viele junge Menschen aktiv geworden sind, lässt auch die Deutsche AIDS-Stiftung und ihren geschäftsführenden Vorstand Dr. Ulrich Heide auf ein besseres gesellschaftliches Klima hoffen. “Wir wünschen uns vor allem mehr Verständnis für die Nöte und materiellen Probleme HIV-positiver und aidskranker Menschen. Die Reform der Sozialgesetzgebung hat vermehrt zu Notlagen in dieser Bevölkerungsgruppe geführt. Ein Leben ohne Angst vor Notlagen und Diskriminierung ist die Vorbedingung, sein eigenes Leben für schützenswert zu halten und ‚safer Sex’ zu praktizieren. Dies gilt für alle Teile der Bevölkerung.”

Ein großes Dankeschön sprachen alle Organisationen den nationalen Botschaftern des Welt-Aids-Tages, Anni Friesinger, Christiane Paul, Samy Deluxe und Philipp Lahm aus. In den Beiträgen auf http://www.weltaidstag.de lässt sich nach Ansicht der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sehr genau ablesen, dass sie viele Menschen motiviert haben, sich intensiver mit dem Thema Aids auseinanderzusetzen.

Informationen rund um das Thema Aids und zur Gemeinschaftsaktion zum Welt-Aids-Tag stehen im Internet unter http://www.welt-aids-tag.de. Fotomotive stehen als Download unter http://www.bzga.de

Bundesministerium für Gesundheit, Friedrichstr. 108, 10117 Berlin, http://www.bmg.bund.de Pressestelle, Tel. 030 – 184412225 / Email: pressestelle@bmg.bund.de

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Ostmerheimerstr. 220, 51109 Köln, http://www.bzga.de Dr. Marita Völker-Albert, Tel.: 0221- 89 92 280 / Email: marita.voelker-albert@bzga.de

Deutsche AIDS-Stiftung, Markt 26, 53111 Bonn, http://www.aids-stiftung.de Dr. Volker Mertens, Tel: 0228 – 6 04 69 31 / Email: volker-mertens@aids-stiftung.de

Deutsche AIDS-Hilfe e. V., Wilhelmstr.138, 10963 Berlin, http://www.aidshilfe.de Carmen Vallero, Tel.: 030 – 69 00 87 81 / Email: carmen.vallero@dah.aidshilfe.de