Übersicht / TÜV SÜD AG / Meldung vom 14.08.2013

Mittwoch, 14. August 2013, 09:14 Uhr

TÜV SÜD AG

Pressemitteilung

TÜV SÜD liefert Orientierungshilfe für Augenlasern

München – Millionen Menschen in Deutschland sind fehlsichtig. Brille oder Kontaktlinsen helfen bei einer bestehenden Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung. Für eine dauerhafte Korrektur ist eine Augenlaserbehandlung eine Alternative. Solche Operationen sind Vertrauenssache. Eine Orientierung bietet das LASIK-TÜV SÜD Prüfsiegel.

In Deutschland führen bereits ca. 300 LASIK-Anwender Augenlaser-Behandlungen durch. Da verlieren Interessenten oft den Überblick. Auf Initiative vom gemeinnützigen Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR) und in Zusammenarbeit mit der Kommission Refraktive Chirurgie und dem Bundesverband Deutscher Ophtalmochirurgen e.V. (BDOC) hat TÜV SÜD einen Kriterienkatalog erstellt, auf Basis dessen sich LASIK-Kliniken überprüfen lassen können. Damit gibt das Prüfzeichen eine Orientierungshilfe, denn eine Augenlaser-OP ist vor allem Vertrauenssache. Aber was genau steckt hinter dem LASIK-TÜV SÜD Verfahren?

Anwendungsbereich: Die Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) hat einen Anwendungsbereich festgelegt. Eine Myopiekorrektur (Korrektur der Kurzsichtigkeit) ist bis -8 dpt vorgesehen, eine Astigmatismuskorrektur (Korrektur der Hornhautverkrümmung) bis 5 dpt und eine Hyperopiekorrektur (Korrektur der Weitsichtigkeit) bis +3 dpt. Der Grenzbereich bei einer Myopiekorrektur reicht bis -10 dpt, bei einer Astigmatismuskorrektur bis 6 dpt und bei einer Hyperopiekorrektur bis +4 dpt.

Erfahrene Ärzte: Die behandelnden Ärzte müssen mindestens 1000 LASIK-Behandlungen vorweisen. Davon 250 im letzten Jahr oder alternativ 150 LASIK-Behandlungen und 300 intraokulare Eingriffe. Fachexperten prüfen dabei auch medizinische Behandlungsergebnisse, sowie Ergebnisse der Zufriedenheitsbefragung von Patienten. Augenärzte müssen zudem auf der KRC-Anwenderliste geführt sein. Diese können Interessierte unter www.augeninfo.de/krc/anwender.php einsehen.

Hygiene: Vor allem in den Operationsräumlichkeiten ist Hygiene wichtig. Bei den Audits vor Ort geht es um das Hygienemanagement, wie zum Beispiel Standards und Hygienepläne, die Aufbereitung der Instrumente, die Räumlichkeiten, aber auch um die Qualifikation der Mitarbeiter.

Gesicherte Abläufe: Damit eine Klinik qualitativ hochwertige Leistungen erbringen kann, ist es notwendig, dass die Prozesse innerhalb der Organisation stets auf dem neuesten Stand sind und auch bleiben. Dies wird durch ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2008 sichergestellt und bietet somit die Basis der kontinuierlichen Verbesserung der Organisation und ist Voraussetzung für LASIK-TÜV SÜD.

Nach erfolgreichen Audits erhalten die geprüften Ärzte das LASIK-TÜV SÜD Prüfsiegel. Das neue Doppeloktagon bietet Kunden eine zusätzliche Transparenz. Es stellt die Inhalte des Standards noch klarer dar, wie beispielsweise ärztliche Qualifikation und LASIK Erfahrung. So sehen Interessierte auf den ersten Blick, was genau zertifiziert wurde.

Weitere Informationen rund um das Thema LASIK-TÜV SÜD gibt es unter www.tuev-sued.de/lasik