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Donnerstag, 03. August 2006, 12:26 Uhr

BMG - Bundesministerium für Gesundheit

Appell an die Bürger

Ulla Schmidt: Blutspenden ist aktiver Dienst am Nächsten

Berlin – Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, Blut zu spenden: "In diesen Sommertagen ist die Mithilfe möglichst vieler Spendewilliger besonders wichtig. Ferien und die Hitze führen dazu, dass weniger Menschen als zu anderen Jahreszeiten Blut spenden. Um die Versorgung der Kliniken mit den notwendigen Mengen an Blutkonserven sicherzustellen, sind weitere Blutspenden erforderlich. Spenden Sie Blut, das ist aktiver Dienst am Nächsten."

Blutspenden ist lebensnotwendig, Notfall- und therapeutische Operationen oder Behandlungen sind ohne Spenderblut gar nicht oder nur eingeschränkt durchführbar. Der Bedarf an Blutkonserven und -produkten steigt außerdem ständig durch zusätzliche Anwendungen für neue Therapie- und Behandlungsformen, z. B. bei Krebserkrankungen. Bei einem Verbrauch von täglich rund 15.000 Blutspenden sind Blutkonserven bundesweit knapp.

Bedenken, dass eine Blutspende der eigenen Gesundheit schaden könnte, muss man dabei nicht haben. Die übliche Spendermenge von 500 ml ist im Verhältnis zum gesamten Bluthaushalt des Körpers gering. Der Verlust wird vom Organismus ohne weiteres wieder ausgeglichen, denn Spenden aktivieren das blutbildende System. Ein zusätzlicher Vorteil für den Spender ist neben der Bestimmung der Blutgruppe die serologische Untersuchung des Spenderbluts, bei der wie bei einem Gesundheits-Check signifikante Merkmale wie Leberfunktionen, mögliche Infektionen und der Eisenwert ermittelt werden. Denn für die Sicherheit der Blutkonserven sind neue Testmethoden und -technologien entwickelt und eingeführt worden, die europaweit für ein hohes Qualitäts- und Sicherheitsniveau sorgen.

Blutspenden kann jeder gesunde Mitbürger zwischen 18 und 68 Jahren. Wer helfen möchte, ist in den Abnahmestellen der Blutspendedienste der Universitäten, des Deutschen Roten Kreuzes und in kommunalen Spendeeinrichtungen immer willkommen.

Die Adressen der kommunalen und universitären Blutspendedienste erfährt man auf der Website http://www.stkb.de. Das Deutsche Rote Kreuz unterhält einen kostenlosen Telefondienst unter 0800 11 949 11, bei dem man sich über die regionalen DRK-Blutspendedienste und deren Termine informieren kann. Darüber hinaus gibt es örtlich einzelne private Blutspendeeinrichtungen, die im Verband unabhängiger Blutspendedienste (Telefon 030/99 49 72 53) organisiert sind.