Übersicht / Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales / Meldung vom 02.06.2008

Montag, 02. Juni 2008, 11:10 Uhr

Saarland - Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales

Gesundheitsminister Prof. Dr. Gerhard Vigener

Unabhängige Patientenberatung gewinnt weiter an Bedeutung

Saarbrücken – Patienten brauchen umfassende neutrale Information und Aufklärung. - Saarland hat seit 7 Jahren bundesweit vorbildliche Patientenberatung.

„Medizinischer Fortschritt und die Gesundheitsreformen haben zahlreiche Veränderungen in der Versorgungslandschaft bewirkt und oft zu Verunsicherungen bei Patienten und ihren Angehörigen geführt. Um die Patienten zu informieren und zu beraten sowie ihre Ängste abzubauen, erlangte die Patientenberatung im Rahmen der Gesundheitsreform des Jahres 2000 einen wichtigen Stellenwert."

"Nicht jeder Patient verfügt über medizinische Kenntnisse. Daher ist es notwendig, dass in der Beratungsstellenlandschaft eine Einrichtung vorgehalten wird, die neutral und unabhängig von Leistungsanbietern die Nutzerinnen und Nutzer über die Qualität und Effizienz der medizinischen Angebote aufklärt. Mit der Patientenberatung im Saarland haben wir eine Einrichtung, die Bürgern eine wichtige Entscheidungs- und Beratungshilfe in gesundheitlichen Fragen sein kann“, so Gesundheitsminister Gerhard Vigener.

Fortschreitende technische Entwicklungen haben auch vor der Medizin keinen Halt gemacht. Auf Grund dieses Fortschritts kann vielen Menschen geholfen werden, älter zu werden. Aber auch die Kosten im Gesundheitswesen waren noch nie so hoch wie derzeit.

Zu den bundesweiten Standorten der Patientenberatung gehört auch die in Saarbrücken, die sich unter der Trägerschaft des VdK und der Verbraucherzentrale des Saarlandes seit fast 8 Jahren als unabhängige Einrichtung für die Ratsuchenden einsetzt.

Die Einrichtung im Saarland ist eine von 22 regionalen Beratungsstellen der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland. Das Beraterteam ist interdisziplinär zusammengesetzt, um Anfragen aus unterschiedlichen Themenbereichen bearbeiten zu können. Es bestehen außerdem Kontakte zu anderen fachlich qualifizierten Einrichtungen, um durch Vernetzung einen hilfreichen Lösungsansatz für alle Arten von Problemen zu bieten.

Das Beratungsangebot umfasst Bereiche Krankheit und Gesundheit, z. B. Fragen zu Krankheitsbildern und Möglichkeiten der Diagnose und Behandlung sowie Aufklärung über Vorsorgemaßnahmen; psychosoziale Unterstützung, z. B. Hilfen beim Selbstmanagement einer Erkrankung und bei der Alltagsbewältigung sowie Unterstützung bei der Bearbeitung von Krankheitsfolgen. Aber auch zu Rechtsangelegenheiten wird beraten, z. B. bei Fragen zur gesetzlichen Krankenversicherung, zur Rehabilitation, zur Durchsetzung von Leistungsansprüchen, Beratung zu Patientenverfügung und Patientenrechten sowie bei Patientenbeschwerden oder Verdacht auf Behandlungsfehler. In finanziellen Angelegenheiten werden z. B. Fragen in Zusammenhang mit Rechnungen von Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern, u. a. beantwortet.

Darüber hinaus kann auch zu Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen Auskunft erteilt werden, so z. B. Adressen von Leistungserbringern und Selbsthilfegruppen sowie Vermittlung an weiterführende Beratungs- und Unterstützungsangebote.

Minister Vigener: „Insofern bietet das Saarland in vielen Bereichen ein großes Angebot, um Patientinnen und Patienten umfassend und sachgerecht zu beraten.“

Auch Angehörige, Fachpersonen und Institutionen werden beraten. Die Beratungen sind kostenlos und auf Wunsch anonym; sie finden in Saarbrücken sowohl telefonisch als auch persönlich statt. Eine Terminvereinbarung zu einem persönlichen Beratungsgespräch ist zu empfehlen (Telefon der Saarbrücker Beratungsstelle: 06 81/9 27 36 79)