Berlin – Zum Europäischen Tag des Notrufs 112 fordert Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), das Gesetzgebungsverfahren zur Reform der Notfallversorgung zügig voranzubringen.
„Eine strukturverändernde Notfallreform ist seit Langem notwendig, das wird auch von der Politik angesehen. Im November 2025 erschien ein entsprechender Referentenentwurf zur Notfallreform, der eine gute Grundlage für die dringend notwendige Verbesserung der Notfallversorgung ist. Nun muss das Verfahren entschlossen weitergeführt und zügig verabschiedet werden. Die Herausforderungen sind seit Jahren bekannt: überlastete Notaufnahmen, steigende Inanspruchnahme des Rettungsdienstes und ein für Patientinnen und Patienten schwer verständliches Nebeneinander von Versorgungsstrukturen.
Der vorliegende Referentenentwurf greift zentrale Punkte auf, die wir als Ersatzkassen seit langem fordern. Dazu gehören insbesondere eine digitale Ersteinschätzung für eine bessere Orientierung der Patientinnen und Patienten sowie bessere Strukturen bei Rettungsdienst und Leitstellen. Entscheidend ist nun, dass diese so wichtigen Veränderungen gesetzlich umgesetzt werden. Eine gelungene Notfallreform wäre ein großer Fortschritt für effizientere Strukturen und den sinnvollen Einsatz von Personal und Ressourcen. Sie schafft zudem gerade durch ein strukturiertes Ersteinschätzungsverfahren eine gute Blaupause für ein zukünftiges Primärversorgungssystem. Nach mehreren Anläufen darf sie nun nicht erneut im Kompetenzgerangel der Akteure auf die lange Bank geschoben werden.“
Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen rund 29 Millionen Menschen in Deutschland versichern:
– Techniker Krankenkasse (TK)
– BARMER
– DAK-Gesundheit
– KKH Kaufmännische Krankenkasse
– hkk – Handelskrankenkasse
– HEK – Hanseatische Krankenkasse
Der vdek wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Heute arbeiten bundesweit fast 800 Beschäftigte beim vdek. Hauptsitz des Verbandes mit mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Bundeshauptstadt Berlin. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit nahezu 450 Beschäftigten sowie knapp 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.