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Mittwoch, 25. September 2019, 15:24 Uhr

Verband der Ersatzkassen e. V.

Reform der Psychotherapeutenausbildung im Bundestag

vdek: Die Versorgung psychisch Kranker wird verbessert

Berlin – Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) begrüßt, dass der Bundestag morgen eine Reform der Psychotherapeutenausbildung in 2./3. Lesung verabschieden will. „Neben den Regelungen, die sich mit der Reform der Aus- und Weiterbildung befassen, enthält das geplante Gesetz zahlreiche Neuerungen, die die Versorgungsstrukturen und die konkrete Behandlung vor allem psychisch Schwerkranker verbessern sollen. Das unterstützen die Ersatzkassen sehr“, erklärte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. „Zudem soll die Rolle des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gestärkt werden, was angesichts der Diskussion um die Rolle und Bedeutung der gemeinsamen Selbstverwaltung sehr positiv zu bewerten ist.“

Leitliniengestützte, strukturierte Versorgung

So soll der G-BA eine berufsübergreifende, koordinierte und strukturierte Versorgung komplex Erkrankter in einer eigenständigen Richtlinie regeln. Dabei soll die Behandlung diagnoseorientiert und leitliniengerecht erfolgen. Als folgerichtig sieht Elsner es an, dass die Terminservicestellen, analog zu den Regelungen im somatischen Bereich, künftig auch Termine für diese Versorgungsform innerhalb einer Woche und mit einer Wartezeit von maximal vier Wochen vermitteln sollen.

Bessere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung

Sehr positiv sei zudem, dass den Patienten auch der Übergang von der stationären in die ambulante Versorgung erleichtert werden soll. Probatorische Sitzungen für eine ambulante psychotherapeutische Behandlung, also vorgeschaltete Beratungsgespräche, können bereits frühzeitig im Krankenhaus durchgeführt werden.

Weiter gefördert werden sollen auch Gruppentherapien, was die Ersatzkassen sehr begrüßen. Bei der ebenfalls vorgesehenen finanziellen Besserstellung von Kurzzeittherapien müsse allerdings verhindert werden, dass auf diese Weise eher Patienten mit leichteren Krankheitsverläufen behandelt werden und schwerer erkrankte Versicherte, die längere Behandlungen brauchen, länger warten müssen, so Elsner.

Chancen der Digitalisierung nutzen

An die Psychotherapeuten appellierte Elsner, auch die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Therapie-Apps könnten die Behandlung von leichten psychischen Erkrankungen unterstützen und in bestimmten Fällen eine face-to-face-Behandlung ersetzen, z. B. bei einer leichten Depression. „Die Ersatzkassen bieten ihren Versicherten schon jetzt eine Reihe qualitätsgeprüfter Apps an. Durch das geplante Digitale Versorgungs-Gesetz sollen diese Angebote zukünftig schneller in die Regelversorgung kommen.“

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen rund 28 Millionen Menschen in Deutschland versichern:

- Techniker Krankenkasse (TK), Twitter: @DieTechniker

- BARMER, Twitter: @BARMER_Presse

- DAK-Gesundheit, Twitter: @DAKGesundheit

- KKH Kaufmännische Krankenkasse, Twitter: @KKH_Politik

- hkk - Handelskrankenkasse

- HEK – Hanseatische Krankenkasse, Twitter: @HEKonline

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Bis 2009 firmierte der Verband unter dem Namen „Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V.“ (VdAK).

In der vdek-Zentrale in Berlin sind mehr als 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 350 sowie mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.