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vdek: Keine Mehrbelastungen für Versicherte. Ausgaben in den Griff bekommen

SPD-Forderung zu Gesundheitsabgaben

Berlin – Zu dem Vorschlag der SPD, eine Gesundheitsabgabe auf Miet- und Kapitaleinkünfte zu erheben, um die Kassenbeiträge zu senken, erklärt Ulrike Elsner,Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek):

„Wir haben ein Ausgabenproblem in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Unsere Gesundheitsausgaben werden dieses Jahr ein Rekordniveau von rund 370 Milliarden Euro erreichen. Wir leisten uns ein sehr teures Gesundheitswesen mit explodierenden Arzneimittelausgaben und ineffizienten Strukturen etwa im Krankenhausbereich oder in der Notfallversorgung. Laut OECD liegt Deutschland innerhalb der EU auf Platz eins bei den Gesundheitsausgaben. 2023 waren es 5.413 Euro pro Kopf, während das Nachbarland Dänemark 4.137 Euro pro Kopf ausgab – das sind 30 Prozent mehr in Deutschland. Trotzdem ist die Lebenserwartung in Deutschland nur durchschnittlich. Deshalb muss die Bundesregierung als allererstes das Ausgabenproblem angehen und mit Strukturreformen die Versorgung verbessern und die Wirtschaftlichkeit erhöhen.

Eine Gesundheitsabgabe auf Miet- und Kapitalabgaben, wie nun aus der SPD gefordert wird, belastet vor allem Versicherte mit einem mittleren Einkommen und geringen Kapitaleinkünften.

Darüber hinaus sollte der Staat endlich seiner Verpflichtung nachkommen und versicherungsfremde Leistungen, wie die Gesundheitskosten für Bürgergeldempfangende vollständig erstatten. Das würde die GKV jährlich um mindestens 10 Milliarden Euro entlasten.“

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen rund 29 Millionen Menschen in Deutschland versichern:

– Techniker Krankenkasse (TK)
– BARMER
– DAK-Gesundheit
– KKH Kaufmännische Krankenkasse
– hkk – Handelskrankenkasse
– HEK – Hanseatische Krankenkasse

Der vdek wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Heute arbeiten bundesweit fast 800 Beschäftigte beim vdek. Hauptsitz des Verbandes mit mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Bundeshauptstadt Berlin. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit nahezu 450 Beschäftigten sowie knapp 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.