Berlin – Die GKV-Finanzkommission hat heute ihre Vorschläge zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorgelegt. Dazu erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek):
„Das Maßnahmenpaket der GKV-Finanzkommission enthält mutige, kluge und notwendige Vorschläge zur Stabilisierung der GKV-Beiträge. Wir begrüßen insbesondere, dass die Finanzkommission die Rückkehr zu einer einnahmenorientierten Ausgabenpolitik zum Leitprinzip erklärt. Das ist dringend nötig und entspricht der Kernforderung der Ersatzkassen. Zudem verfolgt die Kommission richtigerweise das Ziel, das Leistungsniveau für die Versicherten zu erhalten und die Qualität zu verbessern, zum Beispiel durch verpflichtende Zweitmeinungsverfahren bei bestimmten OPs. Wir unterstützen Ministerin Warken ausdrücklich auf diesem Weg. Es gilt, ein Gesamtpaket zu schnüren, das die Beiträge nachhaltig stabilisiert und eine hochwertige und bezahlbare Versorgung langfristig garantiert. Dazu gehört auch die vollständige Erstattung der von den Krankenkassen verauslagten Kosten für Bürgergeldbeziehende. Notwendig ist, dass die Selbstverwaltungspartner – wie bei der Erarbeitung von Vorschlägen geschehen – weiterhin in den Prozess einbezogen werden. Der Dialog mit den Beteiligten hat sich bewährt, wie die Arbeit der Finanzkommission zeigt.“
Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen:
Techniker Krankenkasse (TK), BARMER, DAK-Gesundheit, KKH Kaufmännische Krankenkasse,
hkk – Handelskrankenkasse und HEK – Hanseatische Krankenkasse.
Die Ersatzkassen versichern zusammen etwa 29 Millionen Menschen in Deutschland und sind damit Marktführer. Beim vdek arbeiten bundesweit rund 800 Beschäftigte. Hauptsitz des Verbandes ist Berlin. Für die regionale Präsenz der Ersatzkassen in den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen.