Berlin – Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) hat seine Mindestmengenkarten für das Jahr 2026 veröffentlicht. Erstmals darin enthalten sind auch Kliniken, die Herztransplantationen durchführen dürfen – diese Mindestmenge gilt neu seit diesem Jahr. Mindestmengen legen minimale Durchführungshäufigkeiten für komplexe und planbare Behandlungen im Krankenhaus fest. Das heißt: Nur wenn eine Klinik über die nötige Erfahrung verfügt, darf sie diese Eingriffe vornehmen. Hierfür muss ein Krankenhaus nachweisen, dass es im Folgejahr die jeweilige Mindestmenge voraussichtlich erfüllt.
Mindestmengen gelten aktuell für insgesamt zehn verschiedene Behandlungen. Dazu gehören unter anderem die Versorgung von Neugeborenen mit starkem Untergewicht oder Transplantationen von Leber, Niere und Stammzellen. Die digitalen Landkarten auf vdek.com zeigen auf einen Blick, an welchen Standorten sie erbracht werden dürfen.
„Mindestmengen sind entscheidend für Behandlungsqualität und Patientensicherheit, denn sie stellen sicher, dass besonders anspruchsvolle Behandlungen nur in spezialisierten Kliniken durchgeführt werden“, erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. „Unsere interaktiven Karten zeigen auch mit Blick auf die laufende Krankenhausreform, wie effektiv eine Strukturierung der stationären Versorgung anhand klarer Qualitätskriterien ist“, so Elsner.
Die jeweiligen Mindestmengen werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegt und laufend überprüft. Bereits beschlossen ist etwa eine Anpassung der Mindestmenge für Kniegelenk-Totalendoprothesen, die bis 2030 schrittweise von 50 auf 150 Eingriffe pro Jahr erhöht wird.
Der vdek unterstützt auch mit dem vdek-Kliniklotsen bei der Suche nach einem passenden Krankenhaus. Das Portal bietet vielfältige Suchoptionen, etwa nach Region, Fachgebieten, behandelten Krankheiten, Therapieformen, Personal oder medizinischen Ausstattungsmerkmalen.
Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen rund 29 Millionen Menschen in Deutschland versichern:
– Techniker Krankenkasse (TK)
– BARMER
– DAK-Gesundheit
– KKH Kaufmännische Krankenkasse
– hkk – Handelskrankenkasse
– HEK – Hanseatische Krankenkasse
Der vdek wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Heute arbeiten bundesweit fast 800 Beschäftigte beim vdek. Hauptsitz des Verbandes mit mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Bundeshauptstadt Berlin. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit nahezu 450 Beschäftigten sowie knapp 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.